Gewinnsprung Eigene Filialen machen sich für Gerry Weber bezahlt

Das zweite Quartal lief hervorragend für Gerry Weber: Der Damenmode-Konzern verzichtete spürbar auf Rabattaktionen, das kommt nun dem Gewinn zugute. Der Umsatz legt vor allen in eigenen Verkaufsflächen zu.
Kommentieren
Kleiderbügel mit der Aufschrift Gerry Weber: Der Vorstand sieht sich auf einem gutem Weg, die gesteckten Jahresziele zu erreichen. Quelle: dpa

Kleiderbügel mit der Aufschrift Gerry Weber: Der Vorstand sieht sich auf einem gutem Weg, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWeniger Rabattaktionen haben den Gewinn des Damenmode-Konzerns Gerry Weber im zweiten Quartal nach oben getrieben. Bei einem Umsatzanstieg um 1,6 Prozent auf 222,4 Millionen Euro kletterte der operative Gewinn (Ebit) im Zeitraum Februar bis April um rund 22 Prozent auf 31,3 Millionen, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Freitag mitteilte.

Damit erreichte die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) 13,4 (Vorjahr: 11,3) Prozent. Als Grund für die verbesserte Profitabilität nannte der Vorstand die Verschiebung des Winterschlussverkaufs in das erste Quartal 2013/14 und den damit verbundenen Wegfall ausgedehnter Rabattaktionen.

Der Vorstand sehe sich auf einem gutem Weg, die gesteckten Jahresziele zu erreichen. Für das seit November laufende Bilanzjahr 2013/14 peilt Konzernchef Gerhard Weber einen Umsatz von mindestens 900 (852) Millionen Euro an und ein Ebit von mindestens 120 (105,8) Millionen Euro.

Das sind die zehn größten Modehändler der Welt
10. Platz – El Corte Inglés
1 von 10

Umsatz: 14,671 Milliarden US-Dollar

Die Warenhauskette mit Hauptsitz in Madrid wurde 1890 gegründet und ist am stärksten in Spanien und Portugal vertreten. Übersetzt heißt El Corte Inglés „Der englische Schnitt“. Zu der spanischen Firma gehören neben dem Modelabel Sfera noch Supermärkte, Versicherungen und sogar ein IT-Unternehmen. In dem Umsatz des Unternehmens sind auch die Erlöse aus den anderen Bereiche eingeflossen.

Die Unternehmensberatung Deloitte hat die größten Mode-Einzelhändler anhand ihres Umsatzes 2012 ermittelt.

9. Platz – Gap
2 von 10

9. Platz – Gap

Umsatz: 15,651 Milliarden US-Dollar

Zu dem amerikanische Modehaus Gap gehören auch die Ketten Banana Republic, Old Navy und Forth & Towne. In den USA ist Gap absatzstark, das Geschäft in Deutschland stellte die Modekette jedoch 2004 ein und verkaufte an den Konkurrenten H&M.

8. Platz – Marks and Spencer
3 von 10

Umsatz: 15,852 Milliarden US-Dollar

Bei einem außergewöhnlichen PR-Gag ließ „Marks and Spencer“ Models mit Schafen vor ihrem größten Kaufhaus in London auflaufen. Zum damaligen Zeitpunkt fand die „Wool Week“ der Kaufhauskette für Mode und Einrichtung statt. Weltweit ist das britische Unternehmen nach eigenen Angaben in 42 Ländern vertreten und bedient wöchentlich 21 Millionen Kunden.

Wie auch bei „El Corte Englès“ enthalten die Angaben zum Umsatz alle Unternehmensbereiche – nicht nur die Mode.

7. Platz– H&M
4 von 10

Umsatz: 17,800 Milliarden US-Dollar

Hennes und Mauritz ist ein schwedisches Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm. Neben Bekleidung verkauft H&M Accessoires und Schuhe. 2013 existierten 346 Filialen in 202 deutschen Städten. Die Modekette ist bekannt für ausgefallene Kollektionen, die sie auch auf den Laufstegen der Welt präsentiert (im Bild: ein Model bei der Pariser Modewoche).

6. Platz – Kohl's
5 von 10

Umsatz: 19,279 Milliarden US-Dollar

Die amerikanische Kaufhauskette ist in Europa eher unbekannt. Ganz anders in den Vereinigten Staaten: In 45 Bundesstaaten der USA unterhält das Unternehmen insgesamt 817 Warenhäuser, in denen neben Mode auch Haushaltswaren, Elektrogeräte und Kleinmöbel verkauft werden. Auch diese Verkäufe fließen in den genannten Umsatz mit ein.

5. Platz – Inditex
6 von 10

Umsatz: 20,560 Milliarden US-Dollar

In Deutschland ist der Moderiese Inditex besonders für die Kaufhäuser Zara, Massimo Dutti und Zara Home bekannt. Nicht bekannt war bis zum vergangenen Jahr, dass die Textilien des spanischen Unternehmens offenbar teilweise Giftstoffe enthalten. Das hat 2013 die Umweltorganisation Greenpeace aufgedeckt. Zara hat insgesamt 72 Filialen in Deutschland.

4. Platz – LVMH
7 von 10

Umsatz: 22,700 Milliarden US-Dollar

Die französische Aktiengesellschaft Moët Hennessy Louis Vuitton ist auf den Vertrieb von Luxusgütern spezialisiert. Neben Modemarken wie Louis Vuitton und Céline, die besonders für Handtaschen bekannt sind, vertreiben die Franzosen auch Spirituosen, Parfum, Yachten sowie Schmuck und Uhren. Tag Heuer und Bulgari gehören auch zur Gruppe.

Der Umsatz fasst die Verkaufserlöse aller Gruppen zusammen.

Wachstumstreiber des expansionsfreudigen Modekonzerns war im Frühjahr erneut der Handel in den eigenen Filialen. Der Umsatz des Retail-Geschäftes legte im zweiten Quartal um 12,3 Prozent auf 90,9 Millionen Euro zu. In den ersten sechs Monaten seien allein zehn neue „Houses of Gerry Weber“ eröffnet worden wie auch andere Verkaufsflächen.

Firmenchef Weber setzt wie auch andere Modekonzerne - etwa Hugo Boss - auf ein eigenes Ladennetz. Er erhofft sich davon höhere Renditen als im Großhandelsgeschäft.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Gewinnsprung - Eigene Filialen machen sich für Gerry Weber bezahlt

0 Kommentare zu "Gewinnsprung: Eigene Filialen machen sich für Gerry Weber bezahlt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%