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Giesecke & Devrient Hoher Verlust für Banknotendrucker

Giesecke & Devrient packt die kompletten Kosten für seinen Sanierungskurs in den Jahresabschluss 2014. Der Banknotendrucker kündigte erst kürzlich den Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen an.
22.01.2015 - 14:31 Uhr Kommentieren
Giesecke & Devrient beklagt sich, bei der Auftragsvergabe zum Druck von Euro-Scheinen benachteiligt zu werden. Quelle: dpa - picture-alliance

Giesecke & Devrient beklagt sich, bei der Auftragsvergabe zum Druck von Euro-Scheinen benachteiligt zu werden.

(Foto: dpa - picture-alliance)

München Der Banknotendrucker Giesecke & Devrient (G&D) nimmt für seinen radikalen Sanierungskurs einen hohen Verlust in Kauf. Die Münchner wollen die kompletten Kosten für die Einschnitte wie den Abbau von rund 1000 Stellen in den Jahresabschluss 2014 packen, sagte Vorstandschef Walter Schlebusch in einem am Donnerstag vorab veröffentlichtem Interview mit dem „manager magazin“. „Daraus wird sich ein signifikanter Fehlbetrag ergeben“, sagte der erst seit gut einem Jahr amtierende Manager.

Das Familienunternehmen leidet seit Jahren unter einem Gewinnschwund. Schlebusch ließ in dem Gespräch auch Kritik an seinem Vorgänger Karsten Ottenberg durchschimmern. „Wir sind etwas zu sehr in Richtung integrierter Technologiekonzern gegangen, mit den dazugehörigen komplexen Prozessen“, sagte der 66-Jährige. Schlebusch schließt nun die Notendruckerei am Hauptsitz in München. Auch in der Verwaltung fielen 100 Stellen weg, kündigte er an. Ottenberg wechselte 2013 nach verfehlten Prognosen als neuer Chef zu Bosch Siemens Hausgeräte.

G&D will binnen zwei Jahren mindestens 100 Millionen Euro sparen, um sich gegen den anhaltenden Preisverfall in der Chipkartenproduktion zu wappnen und um im Wettbewerb mit subventionierten Staatsdruckereien bestehen zu können. Das Traditionsunternehmen hatte sich wiederholt beschwert, bei der Auftragsvergabe zum Druck von Euro-Scheinen von den Notenbanken benachteiligt zu werden.

Trotz der Probleme komme für die Eigentümerfamilie um die Erbin Verena von Mitschke-Collande eine Trennung von der Firma nicht in Betracht. Weder ein Börsengang noch ein Verkauf stünden zur Debatte. „Das Bekenntnis der Familie zum Unternehmen gilt auch in der nächsten Generation“, sagte Schlebusch.

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