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„Glen Buchenbach“-Streit Schwäbische Whiskybrennerei will weiter um „Glen Buchenbach“ kämpfen

Im Februar hatte die Scotch Whisky Association im Streit um die Whisky Marke Recht bekommen. Nun will die deutsche Brennerei in Berufung gehen.
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Aus Sicht der schwäbischen Brenner und ihrer Anwälte berücksichtige das Urteil einige entscheidende Aspekte nicht und verhindere fairen Wettbewerb. Quelle: dpa
"Glen Buchenbach"

Aus Sicht der schwäbischen Brenner und ihrer Anwälte berücksichtige das Urteil einige entscheidende Aspekte nicht und verhindere fairen Wettbewerb.

(Foto: dpa)

Stuttgart, HamburgDer juristische Streit zwischen einer schwäbischen Whisky-Destille und dem Verband der schottischen Whisky-Produzenten um die Marke „Glen Buchenbach“ geht in die nächste Runde. Die Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen bei Stuttgart kündigte am Montag an, gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg in Berufung zu gehen, um weiterhin ihren Whisky unter der eingeführten Marke anbieten zu können.

Das Gericht hatte am 7. Februar nach einer Klage der Scotch Whisky Association (SWA) geurteilt, dass der Namensbestandteil „Glen“ (Gälisch für Schlucht, kleines Tal) so stark an Schottland und schottischen Whisky erinnere, dass der Verbraucher in die Irre geführt und schützenswerte Interessen der schottischen Erzeuger verletzt würden.

Sechs Jahre langer Rechtsstreit

Aus Sicht der schwäbischen Brenner und ihrer Anwälte berücksichtige das Urteil einige entscheidende Aspekte nicht und verhindere fairen Wettbewerb, hieß es in der Mitteilung. Nun wird sich das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) mit dem Fall beschäftigen müssen.

Die Akte des seit sechs Jahren andauernden Rechtsstreits ist mittlerweile 5000 Seiten dick und umfasst zehn Ordner. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte den Fall (Rechtssache C44/17) bereits im Juni vergangenen Jahres auf dem Tisch und ihn an die deutsche Justiz zurückgeschickt.

Für Schottland und ganz Großbritannien hat die Whisky-Produktion große Bedeutung. Mit 128 Brennereien weist Schottland die größte Dichte an Whisky-Destillen weltweit auf. Sie exportierten 2018 rund 1,3 Milliarden Flaschen Whisky in alle Welt und erlösten damit 4,7 Milliarden Pfund (5,4 Milliarden Euro).

Nach Deutschland wurden ungefähr 56 Millionen Flaschen exportiert. Mehr als 10.000 Beschäftigte arbeiten direkt in der schottischen Whisky-Industrie.

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  • dpa
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