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Großaktionär Braunkohle-Milliardär Kretinsky drängt noch nicht in Metro-Aufsichtsrat

Der tschechische Unternehmer hatte bei seinem Einstieg bei der Metro seine Absicht verkündet, Einfluss auf den Aufsichtsrat nehmen zu wollen.
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Der tschechische Milliardär war mit 7,3 Prozent beim Düsseldorfer Konzern eingestiegen und hält eine Option auf weitere 15,2 Prozent. Quelle: AFP
Daniel Kretinsky

Der tschechische Milliardär war mit 7,3 Prozent beim Düsseldorfer Konzern eingestiegen und hält eine Option auf weitere 15,2 Prozent.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDer neue Großaktionär der Metro, Daniel Kretinsky, drängt zur Hauptversammlung des Handelskonzerns offenbar noch nicht in den Aufsichtsrat. Für die Aktionärsversammlung der Metro nominierte der Milliardär keine neuen Kandidaten, wie aus der Einladung für das Treffen hervorgeht. Darüber berichtete auch die „Börsen-Zeitung“ (Freitagausgabe).

Zwar laufen die Amtszeiten der amtierenden Aufseher Fredy Raas, Eva-Lotta Sjöstedt und Alexandra Soto als Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner aus, doch sollen diese der Hauptversammlung laut Einladungsschreiben zur Wiederwahl vorgeschlagen werden. Kretinsky und sein Partner Patrik Tkac, die mit ihrer Firma EP Global Commerce GmbH (EPGC) bei der Metro eingestiegen waren, hatten noch im Oktober erklärt, sie strebten eine Einflussnahme auf die Besetzung des Aufsichtsrats an. Einen Zeitrahmen nannten sie damals nicht.

Die Aktionäre der Metro sollen sich am 15. Februar in Düsseldorf versammeln. Kretinsky und Tkac hatten sich mit der Duisburger Familien-Holding Haniel auf den Kauf von 7,3 Prozent der Metro-Anteile verständigt. Zusätzlich haben sie eine Option auf weitere 15,2 Prozent der Metro-Anteile aus dem Haniel-Fundus, wie Haniel mitgeteilt hatte.

Doch damit gab sich Kretinsky nicht zufrieden: Zusammen mit seinem Investitionspartner einigte er sich mit der Elektronikhandelsholding Ceconomy auf die Übertragung weiterer Metro-Anteile. Zusammengerechnet mit den Ceconomy-Anteilen könnten die beiden Partner über die Schwelle von 30 Prozent kommen, die ein Übernahmeangebot für Metro auslösen würde. Kretinksy hat aber offen gelassen, ob er dies tatsächlich anstrebt.

Sichert sich Kretinsky die übrigen Haniel-Anteile, könnte sich aber eine neue Gelegenheit ergeben, einen Vertreter in den Metro-Aufsichtsrat zu entsenden. Aktuell sitzt Haniel-Vorstand Florian Funck im Metro-Kontrollgremium. Er ist bis 2022 berufen – doch wenn Haniel keine Metro-Anteile mehr hält, dürfte Funck sich aus dem Gremium zurückziehen. Dann hätte Kretinsky eine neue Chance. Kretinksy war in Deutschland auch vor seinem Einstieg bei der Metro kein Unbekannter – er kontrolliert den Strom-Versorger EPH mit Sitz in Prag. Dieser hatte in der Bundesrepublik die Braunkohlekraftwerke und den Tagebau von Vattenfall übernommen.

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