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Großhandelskonzern Metro zahlt in der Coronakrise trotz Rückgängen Dividende

Einnahmen aus dem Verkauf des China-Geschäfts machen Metro die Ausschüttung möglich. Im neuen Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit leichtem Umsatzminus.
14.12.2020 - 18:31 Uhr Kommentieren
Der Großhandelsriese will seinen Anteilseignern für das Geschäftsjahr 2019/20 eine unveränderte Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen. Quelle: dpa
Metro

Der Großhandelsriese will seinen Anteilseignern für das Geschäftsjahr 2019/20 eine unveränderte Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der scheidende Metro-Chef Olaf Koch versprach den Anlegern trotz der Coronakrise eine Dividende. Der Großhandelsriese will seinen Anteilseignern für das Geschäftsjahr 2019/20 eine unveränderte Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen, wie er am Montag mitteilte.

Möglich wird dies auch durch die Einnahmen aus dem Verkauf des China-Geschäfts, denn der Konzern verbuchte durch die aus der Pandemie resultierenden Belastungen für wichtige Kundengruppen wie Hotels und Restaurants Rückgänge in seinem Geschäft. Im neuen Geschäftsjahr 20/21 rechnet der Konzern nun mit einem leichten Umsatzminus, für den bereinigten operativen Ertrag (Ebitda) wird ein Ergebnisrückgang im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet.

Metro verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 5,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Das bereinigte Ebitda schrumpfte um 16,8 Prozent auf rund 1,16 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern durch den Verkauf des Mehrheitsanteils an seinem China-Geschäft nach Minderheiten 460 Millionen Euro.

Metro wird nun vom Jahreswechsel an von einer Doppelspitze geführt, bis ein Nachfolger für Koch gefunden ist. Die Vorstände Christian Baier und Rafael Gasset übernehmen ab Januar gemeinsam für die Interimszeit die Position des Vorstandsvorsitzenden. Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann sucht einen Nachfolger für Koch.

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    Koch hatte im August angekündigt, Metro zum Jahresende verlassen zu wollen. Danach hatte Großaktionär Daniel Kretinsky mit einer Übernahmeofferte mehr als 40 Prozent der Metro-Anteile eingesammelt. Er kann damit weiter Aktien zukaufen und seinen Griff um Metro festigen.

    Koch war 2012 auf den Chefposten der damaligen Metro gerückt und hatte den weit verzweigten und hoch verschuldeten Konzern zu einem reinen Großhändler umgebaut. Unter anderem hatte er den Warenhausriesen Kaufhof verkauft, die Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn unter der Holding Ceconomy abgespalten. Zuletzt hatte sich Metro im vergangenen April endgültig von der Supermarktkette Real getrennt.

    Mehr: Metro bekommt eine Doppelspitze für eine Übergangszeit

    • rtr
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