Groupon Schnäppchen-Plattform bekommt frisches Geld

Die angeschlagene Gutschein-Plattform Groupon hat einen neuen Unterstützer: den Kabel- und Mediengiganten Comcast. Zunächst geht es um frisches Geld. Doch daraus könnte auch eine tiefere Partnerschaft werden.
Die Schnäppchen-Plattform arbeitet künftig enger mit Comcast zusammen. Quelle: dpa
Groupon

Die Schnäppchen-Plattform arbeitet künftig enger mit Comcast zusammen.

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ChicagoDie mit Problemen kämpfende Rabattcoupon-Plattform Groupon bekommt eine Finanzspritze von 250 Millionen Dollar und lotet eine engere Kooperation mit dem Kabel- und Medienriesen Comcast aus. Das Geld kommt von der Investmentfirma Atairos Management des früheren Comcast-Finanzchefs Michael Angelakis, wie Groupon am Montag mitteilte. Er zieht auch in den Verwaltungsrat von Groupon ein, der die Strategie des Unternehmens mitbestimmt.

Die Finanzspritze solle für allgemeine Zwecke inklusive Aktienrückkäufen eingesetzt werden, erklärte Groupon. Atairos bekommt dafür Schuldpapiere, die zum Jahr 2022 in Groupon-Anteile zu einem Preis von 4,50 Dollar je Aktie umgewandelt werden können. Comcast, zu dem der TV- und Film-Konzern NBC Universal gehört, prüfe strategische Partnerschaften mit Groupon. Der Konzern steht hinter den vier Milliarden Dollar, die Atairos für Investitionen zur Verfügung hat.

Die seit Jahren schwächelnde Aktie rückte mit der Ankündigung am Montag um über neun Prozent auf 4,29 Dollar vor. Beim Börsengang im Herbst 2011 lag der Ausgabepreis noch bei 20 Dollar.

Was die Deutschen alles über ihr Handy einkaufen
Shopping via Smartphone
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Die Deutschen haben das Shopping über das Smartphone für sich entdeckt: Laut einer Untersuchung von Deals.com sollen 2015 in Deutschland 14,4 Milliarden Euro über mobile Endgeräte umgesetzt werden – eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich landen dabei 54 Euro im mobilen Warenkorb. Damit liegt Deutschland noch hinter den USA mit 74 Euro und Großbritannien mit 56 Euro. Die Franzosen hingegen geben weniger aus: Dort sind es nur 50 Euro.

Wofür die Deutschen das meiste Geld ausgeben...

10. Platz
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Den zehnten Platz der beliebtesten mobil gekauften Güter von Januar bis Juni 2015 belegen die Haushalts- und Gartenwaren mit 8,4 Prozent.

9. Platz
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Technik und Elektronik landet mit 9,4 Prozent auf dem neunten Platz der Güter, die die Deutschen am häufigsten über ihr Handy shoppen.

8. Platz
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Büroklammern, Stifte, Post-its oder Papier: Schreibwaren und Bürobedarf kaufen die Deutschen auch über das Smartphone. Die Kategorie landet auf dem achten Platz mit 9,8 Prozent.

7. Platz
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Dank Apps wie Facebook oder Xing dürften Smartphone-Nutzer keinen Geburtstag im Freundes- und Bekanntenkreis mehr vergessen. Praktisch, wenn man dann direkt über das Handy auch noch ein Geschenk oder Blumenstrauß bestellen kann. Viele Deutschen haben das schon erkannt: Blumen und Geschenkartikel erreichen 9,8 Prozent.

6. Platz
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Für einen neuen Kleiderschrank oder die schicke Designer-Vase muss man nicht mehr zwangsläufig das Sofa verlassen: Denn auch Möbel und Einrichtungsgegenstände können über das Handy eingekauft werden. Die Kategorie liegt mit 10,2 Prozent auf dem sechsten Platz.

5. Platz
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Auch das Spielzeug für den Nachwuchs kaufen viele Deutschen bereits über ihr Smartphone: Hobbyartikel und Spielzeug erreichen mit 12,6 Prozent den fünften Platz.

Bei Groupon können Restaurants, Dienstleister und andere Geschäfte Rabatt-Coupons anbieten, um Kunden zu werben. Außerdem verkauft Groupon selbst Waren mit Preis-Abschlägen und will verstärkt zur Plattform für lokale Händler werden. Comcast sehe Potenzial in der Verknüpfung des Groupon-Erfahrung im lokalen Geschäft mit seinem eigenen großen Netzwerk an Kunden und Werbepartnern, erklärte der Chef des Kabelgeschäfts, Neil Smit.

Groupon wuchs in den ersten Jahren rasant, doch die überhastete internationale Expansion sorgte danach für hohe Verluste, die bis zuletzt verzeichnet wurden. Allein im vergangenen Quartal fiel ein Minus von 46,5 Millionen Dollar an. Die Kummer gewohnten Anleger ließen den Aktienkurs nach den Zahlen trotzdem um ein Viertel hochschnellen, weil Groupon ein Umsatzplus von vier Prozent auf 917,2 Millionen Dollar erzielen konnte.

  • dpa
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