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Gründerszene Kräftiger Schub für Berliner Reise-Start-up GoEuro

Mit dem schwedischen Investor Kinnevik fließen weitere 150 Millionen Dollar frisches Kapital. Die Idee des Gründers Naren Shaam hat sich durchgesetzt.
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Go Euro: Kräftiger Schub für Reise-Start-up Quelle: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Aus Berlin in die Welt

Das Start-up Go Euro expandiert mit einer neuen Finanzierungsrunde.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

DüsseldorfDas Berliner Start-up GoEuro hat erneut 150 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt. Damit hat das Unternehmen des gebürtigen Inders Naren Shaam sein Kapital verdoppelt. Aber das ist in diesen Tagen nicht die einzige Nachricht: Fünf Jahren nach der Gründung ist die schwedische Kinnevik AB neuer und einflussreicher Investor. Deren Chefin Cristina Stenbeck zieht bei GoEuro in den Aufsichtsrat ein.

Stenbeck ist in der Berliner Gründerszene bekannt. Die 41-jährige Amerikanerin war in der Startphase des Onlinehändlers Zalando Aufsichtsratschefin, war aber mit dem Börsengang 2016 aus dem Gremium ausgeschieden.

Die Hauptinvestoren der aktuellen Finanzierungsrunde ist nach Angaben von GoEuro neben Kinnevik die Investmentfirma Temasek aus Singapur. Hillhouse Capital beteiligte sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde. Details über Anteile sind nicht bekannt. Bei früheren Finanzierungsrunden waren schon unter anderem Goldman Sachs, Silver Lake oder Kleiner Perkins beteiligt. Der Einstieg von Goldman Sachs beflügelte  Spekulationen. Go Euro könnte schon bald an die Börse gehen. Solche Pläne werden aktuell allerdings vom Unternehmen bestritten.

GoEuro wurde als Meta-Suchmaschine gegründet und bezeichnet sich heute als die führende multimodale Transport-Buchungsplattform Europas, die Tickets für mehr als 80  Prozent der auf Go Euro gelisteten Transportanbieter verkauft.

Seit der letzten Finanzierungsrunde im Oktober 2016 hat GoEuro in mehr als 20 neue Länder expandiert und verschreibt in sämtlichen Bereichen erhebliches Wachstum. Drei Viertel der monatlich 27 Millionen Nutzer führen laut Unternehmensangaben ihre Buchungen auf Go Euro von mobilen Endgeräten aus.

Vor Kurzem übernahm GoEuro die Plattform „Busliniensuche“ mit Sitz in Karlsruhe. Bei dem Reise-Start-up GoEuro mit Sitz in Berlin arbeiten derzeit 300 Mitarbeiter aus über 45 Ländern.

Cristina Stenbeck bezeichnet GoEuro als „Pionier für die gesamte Reisebranche“. Gründer und CEO Naren Sham war vor Jahren nach Europa gekommen und störte sich daran, dass es meist nur nationale Buchungsplattformen für Reisen gab. Airlines, Eisenbahngesellschaften und Busunternehmen vermarkteten sich über eigene Vertriebswege.

Vor allem für Besucher aus nicht-europäischen Ländern war es beinahe unmöglich herauszufinden, wie man von Malaga nach München am besten reist. Deshalb baute er die Metaplattform Go Euro auf und die Kunst besteht seitdem darin, Transportunternehmen davon zu überzeugen, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel betreibt die Deutsche Bahn die vergleichbare Plattform Quixxit, die allerdings nie auf nennenswerte Nutzerzahlen gekommen ist.

Der neue Großinvestor Kinnevik ist eine branchenorientierte Investmentgesellschaft mit Unternehmergeist. Ziel ist es nach eigenen Angaben, digitale Unternehmen aufzubauen, die mehr und bessere Auswahlmöglichkeiten bieten. Kinnevik verfolgt die Vision, sowohl Shareholder- als auch Social-Value zu schaffen, indem Gründungen unterstützt werden, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Kinnevik wurde 1936 von den Familien Stenbeck, Klingspor und von Horn gegründet. Die Aktien von Kinnevik sind auf der Liste der Nasdaq Stockholm für Large-Cap-Unternehmen geführt. Cristina Stenbeck war bis 2016 Vorstandsvorsitzende der Investmentgesellschaft.

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