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Hafenkonzern HHLA umschifft Ukraine-Krise

Der Containerumschlag der HHLA in Hamburg legt überraschend zu. Der Logistikkonzern fertigt mehr große Schiffe ab. Die Sanktionen gegen Russland lassen den Feeder-Verkehr dagegen schrumpfen.
13.11.2014 - 13:37 Uhr Kommentieren
An einem Verladeterminal der HHLA im Hafen von Hamburg werden Container verladen: Der Hafenkonzern gilt als wichtiger Indikator für die deutsche Konjunktur. Quelle: dapd

An einem Verladeterminal der HHLA im Hafen von Hamburg werden Container verladen: Der Hafenkonzern gilt als wichtiger Indikator für die deutsche Konjunktur.

(Foto: dapd)

Hamburg Die Ukraine-Krise trifft den Hamburger Hafen weniger stark als befürchtet. Zwar dämpfen die Sanktionen gegen Russland das Wirtschaftswachstum insgesamt und führen dazu, dass der wichtige Containerumschlag in der Hansestadt langsamer wächst. Dennoch legte der Betriebsgewinn (Ebit) des größten Logistikkonzerns HHLA in den ersten neun Monaten überraschend stark zu. Nach einem Ergebnisplus von elf Prozent auf 131 Millionen Euro ist der Konzern nun etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr.

Das liegt daran, dass die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) die Containerterminals in der Hansestadt modernisiert hat und große Frachter schneller abfertigen kann, an denen sich mehr verdienen lässt. Die Hängepartie bei der Elbvertiefung kann der Hafen so verschmerzen. Für Hamburg hat die steigende Zahl an Containern allerdings auch eine Kehrseite: Wenn – wie im Juni geschehen – an den Terminals besonders große Containerschiffe be- und entladen werden und es zu Engpässen kommt, stauen sich die Lastwagen im Hafen kilometerlang. Dies soll nach Aussagen der HHLA nicht mehr vorkommen, weil man mehr Personal eingestellt und die Abläufe verbessert habe.

In den ersten neun Monaten kletterte die Zahl der an den Kaimauern in Hamburg bewegten Stahlboxen um knapp zwei Prozent. Grund ist vor allem der robuste Handel mit China, der in Hamburg fast die Hälfte des Containerumschlags ausmacht. Wegen ihrer Größe im Containergeschäft in Hamburg gilt die HHLA als wichtiger Indikator für die deutsche Konjunktur. Im Schwarzmeer-Hafen Odessa, der unter den Folgen der Ukraine-Krise leidet, brach der Containerumschlag dagegen um fast 30 Prozent ein. Hinzu kam, dass der Zubringerverkehr (Feeder) nach Osteuropa wegen der Sanktionen gegen Russland schrumpfte. Der ist allerdings weniger ertragreich als das Geschäft im Hamburger Hafen. In Hamburg und Odessa zusammen schlug die HHLA deshalb bis Ende September mit 5,7 Millionen Containern nur marginal mehr um als vor Jahresfrist.

Da die HHLA den Transport von Containern auf Zügen und Lastwagen im europäischen Hinterland zugleich kräftig steigerte, sprudelte der Gewinn. Der Umsatz des Konzerns wuchs um sechs Prozent auf 907 Millionen.

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    Dies alles zusammen sorgte für etwas größere Zuversicht beim Management: Für das Gesamtjahr erwartet die HHLA nun einen operativen Gewinn im Konzern am oberen Ende der Spanne von 138 bis 158 (Vorjahr 158) Millionen Euro. Der Containerumschlag soll leicht steigen, der Transport im Hinterland kräftig wachsen. Auch beim Umsatz erwartet der Eurogate-Rivale ein Plus.

    • rtr
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