Halbjahresbericht Chefarzt Mehdorn kämpft um Air Berlin

Der Fluggesellschaft Air Berlin geht es richtig schlecht. Der Eröffnungstermin des neuen Hauptstadtflughafens wackelt erneut. Hartmut Mehdorn tut alles, um den bettlägerigen Patienten am Fliegen zu halten.
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Wowereit soll für Flughafen-Desaster einstehen

Düsseldorf/BerlinAir Berlin liegt auf der Intensivstation. Der Patient hat Herzprobleme. Der Geldfluss durch die Adern ist nur noch schwer sicherzustellen. Schwester Etihad, die hübsche Pflegerin aus Abu Dhabi, hilft mit Transfusionen aus, wo es möglich ist. Air Berlin ist schon länger in ihrer Obhut. Im Dezember 2011 hat sie dem Patienten ein Darlehen über 200 Millionen Euro verabreicht. Zum 30. Juni hatte Air Berlin davon 162,9 Millionen Euro ausgeschöpft.

Doch auch Schwester Etihad kann dem Patienten nicht aus dem Krankenbett verhelfen. Dabei würde Air Berlin doch zu gerne raus aus dem Hospital in die Freiheit – einfach losfliegen! Doch zu sehr hapert es am Gesamtzustand des Patienten, er bleibt bettlägerig.

Schuld daran ist vor allem der neue Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER), der Magen von Air Berlin. Dort soll der Betrieb abgewickelt werden, Flugzeuge landen und starten – und ganz am Ende des Verdauungstrakts sollen dann Gewinne rauskommen. Doch der Magen schmerzt, nichts funktioniert. Erst recht, seit das Eröffnungsdatum des Airports auf den 17. März verschoben wurde.

Im Mai kam ein ungebetener Gast ins Zimmer, die Flughafengesellschaft. Die verpasste Air Berlin völlig überraschend einen Schlag in die Magengrube. Das hat die Lage des Patienten noch einmal massiv verschlechtert. Kaum jemand kann nun eine Prognose abgeben, wie sich Gesundheit entwickelt.

Für Morgen hat sich die Flughafengesellschaft noch einmal offiziell zum Krankenbesuch angemeldet. Der Aufsichtsrat mit den Regierungschefs Klaus Wowereit (Berlin) und Matthias Platzeck (Brandenburg) tagt. Der Besucher wird keine Blumen mitbringen. Aktuell jedoch wird er nicht noch einmal zuschlagen. Doch es könnte wieder passieren.

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18 Kommentare zu "Halbjahresbericht: Chefarzt Mehdorn kämpft um Air Berlin"

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  • Ich finde den Artikel absolut unprofessionell und bedauerlich - eher aber fuer das Handelsblatt... Als serioese Wirtschaftszeitung einen Artikel in eine dumme, armseelige Chefarzt - Intensivpatient - Krankenschwestergeschichte zu schreiben und sich eher belustigend supjektiv als professionell objektiv zum Thema zu aeussern... DAS IST SOMMERLOCHJOURNALISMUS auf niedrigstem Niveau, das nicht mal mit Meinungsfreiheit entschuldigt werden kann! Lieber Autor! Bleiben sie sachlich!

  • @ otto und @ Mollmopp

    Es tut mir leid, aber so kann man das nicht stehen lassen. Jeder weis was Herr Mehdorn mit der Bahn gemacht hat, aber das Sparprogramm bei Flugzeugen geht so nicht. Die Flieger müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, die Techniker sind nicht nur für AirBerlin tätig - da kann nicht gespart und/oder geschummelt werden, das sind ganz klare Richtlinien, an die sich auch AirBerlin halten muss. AirBerlin hat immer noch eine gute Qualität. Sie haben genau recht: Dort kann man nicht sparen.
    Herr Hunold hatte seine Geschäfte leider nicht mehr unter Kontrolle, er hatte den Überblick verloren. Nun muss man langsam aber (ich hoffe) sicher den richtigen Weg finden.
    AirBerlin kann leider sein Geld nicht so verlagern wie die Lufthansa, um das die Zahlen besser aussehen...

  • @Otto

    Genauso halte ich es auch. Seit Mehdorn bei AirBerlin die Bahn-Sparmaßnahmen einführt, fliege ich nicht mehr mit AirBerlin. Ich habe sogar schonmal für einen anderen Flug mehr bezahlt, anstatt mit AirBerlin zu fliegen. Bei der Bahn kamen die Störungen ja auch nicht sofort. Mehdorn hat die Bahn systematisch kaputt gespart. Er hat immer weiter ausgelotet, wie weit man gehen kann. Und dann kam alles auf einmal. Aber was macht es schon, wenn mal ein Zug liegen bleibt? Ein bisschen vertuschen, ein bisschen schönreden, ein paar kleine Entschädigungen. Bei einem Flugzeug gehen diese Zu-Tode-Sparmaßnahmen nicht so glimpflich aus. Wer immer bei AirBerlin geglaubt hat, dass Mehdorn ein Super-Mega-Manager ist, der muss ein ganzschön dummer Mensch sein.

  • an Herrn Mehdorn glaube ich schon lange nicht mehr, er hat einfach nicht die Qualitäten die man für so einen Posten braucht. Jetzt alles auf die Eröffnung von BER zu schieben und auch noch Geld einzuklagen ist wohl der letzte Rettungsanker. Sollte Herr Mehdorn seinen Posten aufgeben wird es wohl nicht lange auf sich warten lassen bis ein anderes Unternehmen ihn mit offenen Armen aufnimmt. Der Fisch stinkt immer am Kopf zuerst!

  • Mehdorn hat seine Abfindung bei Air Berlin schon eingeplant

    Von Merkel 4 Millionen Euro (Bahn) kassiert für falsche

    Unternehmensstrategie .

    Von Air Berlin wieder ein paar Millionen Euro Abfindung

    einkassieren .

    So kann Mehdorn als Versager nochmals das große Geld

    scheffeln.

    Air Berlin wird mit Mehdorn den Untergang erleben .

    Wie kann ein Unternehmen einen Mehdorn einstellen ,wenn

    man doch weiß ,daß er eine Nullnummer ist .

  • Mir tun die Leute leid, welche eigentlich schon dort seit März? arbeiten sollten.
    Sogar ich habe mit dem Gedanken gespielt mich als SAP Basis Berater beim BER zu bewerben, jedenfalls war diese Stelle 2011 noch ausgeschrieben auf jobpilot.de
    Aber wie man sieht wäre ich dann heute (leider) ganz spontan arbeitslos, kann man nur hoffen dass niemand seinen alten Job gekündigt hat mit der Verlockung für eine neue Anstellung am BER welche sich in Luft aufgelöst hat wg. der immensen Verzögerung!
    Wenigstens haben es Islamisten geschafft in Security Funktionen zu gelangen :-D

  • Das hätte vielleicht für einen Aufsatz in der 7. Klasse gereicht. Völlig peinlich und nicht mal originell.

  • Wenn alle so "arbeiten" würden wie Mister Schwarz, wären wir alle Pleite wie der BER. Wahrscheinlich heisst er Dimitrios mit dem Vornamen....

    Der BER- das Fass ohne Boden und ohne Funktion.

  • So schnell wird der Griechenland-BER-Flughafen wohl nicht aufmachen, Herr Mehdorn.

  • Das Problem von Air Berlin ist erstens sein Name!

    Mit dem Begriff "Berlin" verbindet der Bundesbürger eben Pleiten, Pech und Pannen. Wer würde ein Auto names "Berlin" kaufen - das ist der Inbegriff von asozial und Plattenbauten neben Parallelgesellschaften.
    Ein Moloch mit guten und schlechten Menschen aber gewiss kein guter Name für ein Unternehmen!

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