Hamburger Hafen Eisenbahn-Transport stabilisiert HHLA

Der Eisenbahntransport hat den Hamburger Hafenkonzern HHLA im ersten Halbjahr 2015 geholfen. Das Geschäft mit der Schiene wird mehr und mehr zum zweiten Standbein des Unternehmens.
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Das Geschäft auf der Schiene boomt bei der HHLA. Quelle: dpa
Hafen Hamburg

Das Geschäft auf der Schiene boomt bei der HHLA.

(Foto: dpa)

Hamburg Der Eisenbahntransport wird für den Hamburger Hafenkonzern HHLA zu einem immer wichtigeren Standbein. Im ersten Halbjahr 2015 wurden zwar deutlich weniger Container umgeschlagen, dank der profitablen Bahntransporte stieg aber der Gewinn.

Der Umschlag an den HHLA-Terminals in Hamburg sowie in Odessa verringerte sich um zehn Prozent auf 3,4 Millionen Standardcontainer (TEU), teilte die HHLA am Donnerstag in Hamburg mit. Der Umsatz ging um 1,8 Prozent auf 585 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 1,5 Prozent auf 83 Millionen Euro und der Gewinn nach Steuern um 14 Prozent auf 50 Millionen Euro.

Grund dafür seien die profitablen Bahntransporte der HHLA nach Mittel- und Osteuropa mit eigenen Lokomotiven, Waggons und Terminals. Der Containertransport erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 654 000 TEU. „Das Betriebsergebnis dieses Segments verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,8 Millionen Euro“, sagte HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters. „Eine höhere Wertschöpfungstiefe, ein verbesserter Mix von Import- und Exportmengen und die damit verbundene höhere Auslastung der Züge führten zu diesem starken Ergebnisanstieg.“ Die Investitionen würden fortgesetzt.

Der Umschlagrückgang an den Hamburger Containerterminals sei vor allem auf die rückläufigen Zubringerverkehre mit den Ostseehäfen zurückzuführen. Speziell der Verkehr mit Russland sei um fast 40 Prozent eingebrochen. Da jeder verlorene Zubringer-Container auch den Verlust einer Überseebox bedeute, sank auch der Umschlag am Überseeschiff spürbar.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.



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