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Hamburger Hafen Hafenchefin Angela Titzrath lässt ihre Kritiker verstummen

Titzrath wurde als „Hamburgs teuerste Azubine“ verspottet. Doch sie zeigt, wie man im Hafengeschäft Geld verdient und erntet dafür Lob von Politikern.
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Hafenchefin Angela Titzrath lässt ihre Kritiker verstummen Quelle: Johannes Arlt für Handelsblatt
Angela Titzrath

Die Managerin des Hamburger Hafens startete ihre Karriere bei Daimler.

(Foto: Johannes Arlt für Handelsblatt)

Düsseldorf So viel Lob von der Opposition im Hamburger Senat gab es für Hafenchefin Angela Titzrath noch nie. „Das Jahresergebnis der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) ist ein Erfolg für den neuen Kurs der Unternehmensleitung“, kommentierte FDP-Fraktionschef Michael Kruse das am Mittwoch vorgelegte Jahresergebnis des hanseatischen Port-Betreibers.

Anfang 2017, als der rot-grüne Senat Titzrath an die Spitze von Deutschlands größtem Hafenbetreiber rief, bespöttelten viele an der Elbe die Essenerin als „Hamburgs teuerste Azubine“. Und Amtsvorgänger Klaus-Dieter Peters machte aus seiner Meinung kein Geheimnis, dass er von der Nachfolgerin wenig hielt.

Mit großen Schiffen hatte die damals 50-Jährige bis dahin tatsächlich nie etwas zu tun gehabt. 1991 war sie bei Daimler eingestiegen, wo sie Busse zu verkaufen half und Finanzierungen für Geschäftskunden organisierte. Später holte sie Post-Chef Frank Appel als Personalleiterin in den Vorstand. Entsprechend groß fiel die Überraschung in der Hansestadt aus, als die forsch auftretende Managerin der behäbigen HHLA vorgesetzt wurde, einem stagnierenden wie renditeschwachen Betrieb, der zwar an der Börse notiert ist, aber zu 68,4 Prozent der Hansestadt gehört.

Dass die kritischen Stimmen verstummt sind, liegt nicht allein am passablen Jahresergebnis, das Titzrath nun vorlegte. Danach stieg nicht nur der Konzernumsatz um 3,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, auch der operative Gewinn von 204 Millionen Euro übertraf das Vorjahr um fast 18 Prozent. Noch mehr freuen dürfte sich der Senat aber über die kräftige Ausschüttung, die ihm Titzrath bescheren will. Knapp 43 Millionen Euro dürften es 2019 werden, die zusätzlich in die Stadtkasse fließen – ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Zudem gewann das HHLA-Aktienpaket durch das Wirken Titzraths seit Verkündigung ihrer Berufung 300 Millionen Euro an Wert. Weiterer Rückenwind ist der Vorstandschefin schon fast sicher: Durch das EU-Freihandelsabkommen mit Japan dürften Nippons Schiffe nach dem Brexit die britischen Verteilerhäfen meist umfahren. Ein Teil der Fracht, die bislang etwa Southampton ansteuerte, könnte bald in Hamburg landen.

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