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Handelskonzern Auch Metro-Großaktionär Beisheim lehnt Kretinsky-Angebot ab

Knapp sechs Milliarden Euro sind nicht genug: Das Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky passt auch Metro-Großaktionär Beisheim nicht.
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Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky will den Handelskonzern Metro ganz übernehmen. Großaktionär Beisheim Holding lehnt das Angebot ab. Quelle: dpa
Metro-Markt

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky will den Handelskonzern Metro ganz übernehmen. Großaktionär Beisheim Holding lehnt das Angebot ab.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach Vorstand und Aufsichtsrat des Handelskonzerns Metro hat sich auch der Großaktionär Beisheim gegen das Übernahme-Angebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky ausgesprochen. Die Beisheim Holding habe entschieden, dass sie das Übernahmeangebot nicht annehmen werde, teilte eine Sprecherin am Donnerstagabend mit.

Der Angebotspreis sei zu niedrig, er spiegle nicht den Unternehmenswert und auch nicht das Zukunftspotenzial des Unternehmens wider. Die Holding hält 6,56 Prozent an Metro.

Kretinsky, der im vergangenen Jahr zusammen mit seinem Investment-Partner Patrik Tkac bei Metro eingestiegen war, will den Konzern nun ganz übernehmen. Seine insgesamt rund 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme-Offerte läuft noch bis zum 7. August. Er hat sie an eine Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent der Stammaktien geknüpft.

Auch beim Düsseldorfer Handelskonzern war das Angebot auf Widerstand gestoßen. Vorstand und Aufsichtsrat der Metro lehnten den von Kretinskys Holding EPGC gebotenen Preis in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme einstimmig als zu niedrig ab und empfahlen den Aktionären, ihre Aktien nicht zu verkaufen. Das Angebot spiegele nicht das Zukunftspotenzial des Konzerns wider.

Der Metro-Spitze ist jedoch nicht nur der Preis zu gering, Sorgen macht Konzernchef Olaf Koch auch die geplante Finanzierung der Übernahme. Dem Angebotsprospekt zufolge soll sie ganz überwiegend mit Hilfe von Krediten erfolgen.

Wenn dieser Schuldenberg - wie es bei solchen Transaktionen häufig der Fall ist - am Ende zum Großteil dem Handelskonzern aufgeladen werde, könne dies die Wachstumsmöglichkeiten und Investitionsspielräume der Metro in Zukunft deutlich einschränken, warnte der Manager. Tatsächlich haben die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's bereits eine Prüfung der Bonität auf eine mögliche Herabstufung angekündigt.

Mehr: Metro-Chef Koch kämpft für seine Strategie

  • rtr
  • dpa
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