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Metro-Markt

Der Handelskonzern erhält einen neuen Großaktionär aus Tschechien.

(Foto: Reuters)

Handelskonzern Ceconomy will Metro-Anteile verkaufen – Aktienkurse schnellen in die Höhe

Nach Haniel verhandelt nun auch der Elektronikhändler über einen Verkauf an einen tschechischen Investor. Metro-Aktie zweistellig im Plus.
Update: 27.08.2018 - 09:25 Uhr Kommentieren

DüsseldorfDer Elektronikhändler Ceconomy verhandelt über den Verkauf seiner Metro-Anteile an die EP Investment des tschechischen Investors Daniel Křetínský. Das teilte das Unternehmen am Montagmorgen mit. Ceconomy hält derzeit zehn Prozent an Metro.

Aktien von Metro und Ceconomy reagierten umgehend und verbuchten zum Börsenstart deutliche Kursgewinne verbucht. Für die Papiere des Handelskonzerns ging es um mehr als 17 Prozent aufwärts, für die Papiere des Elektronikhändlers und Großaktionärs um mehr als 5 Prozent. Mittags liegt die Metro-Aktie immer noch zweistellig im Plus.

Laut Ceconomy-Mitteilung sind etwa ein Prozent der Aktien von den Verhandlungen nicht betroffen, da sie Gegenstand steuerlicher Sperrfristen sind.

Wesentliche Elemente eines potenziellen Anteilskaufvertrags – etwa die mögliche Akquisitionsstruktur oder der Kaufpreis – seien noch in Diskussion. Auch die Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen ein Anteilskaufvertrag abgeschlossen werden könnte, sei bislang nicht getroffen worden.

Ceconomy ist die Dachgesellschaft der Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn, aus der 2017 die heutige Metro AG ausgegliedert wurde.

Am Freitag war bereits bekannt geworden, dass der Familienkonzern Haniel zunächst 7,3 Prozent seiner Metro-Aktien an EP Global Commerce (EPGC) verkauft. Diese Investmentgesellschaft untersteht Křetínský und einem Geschäftspartnern Patrik Tkáč.

Die Käufer besitzen zudem die Option, auch die übrigen 15,2 Prozent der Metro-Anteile aus dem Haniel-Besitz zu erwerben. EP könnte so mit möglicherweise mehr als 30 Prozent der Anteile zum größten Einzelaktionär aufsteigen.

Der Groß- und Lebensmittelhändler Metro beschäftigt in 35 Ländern weltweit mehr als 150.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016/17 rund 37 Milliarden Euro Umsatz.

Der EP-Mehrheitsgesellschafter Křetínský ist Sohn eines Informatikprofessors und einer Verfassungsrichterin, zählte mit einem geschätzten Vermögen von 2,6 Milliarden US-Dollar aber laut „Forbes“ schon im vergangenen Jahr zu den zehn reichsten Menschen der Tschechischen Republik.

In Deutschland ist er längst kein Unbekannter mehr. Vor zwei Jahren erst kaufte die Energetický a Průmyslový Holding (EPH), an der Křetínský 94 Prozent der Anteile hält, in der Lausitz die Braunkohleaktivitäten von Vattenfall. Zuvor schon erwarb EPH in Deutschland das Bergbauunternehmen Mibrag mit Sitz in Zeitz sowie die Helmstedter Revier GmbH (HSR) mit dem Kraftwerk Buschhaus.

Auch in den Handel investierte Křetínský schon vor seinem Metro-Engagement. Zusammen mit Tkáč hält er 40 Prozent an der Mall.cz-Gruppe, mit 600 Millionen Euro Umsatz zweitgrößtes Onlinekaufhaus Tschechiens nach dem Wettbewerber Alza.cz.

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