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Handelskonzern Kretinsky fehlen am Ende satte 28,5 Prozent für Metro-Übernahme

Der tschechische Milliardär ist mit seinem freiwilligen Übernahmeangebot für den Handelskonzern Metro wie erwartet gescheitert. Nun ist die Metro-Führung gefragt.
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Übernahmeversuch abgewehrt. Quelle: Reuters
Metro-Einkaufswagen

Übernahmeversuch abgewehrt.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky ist mit seinen Plänen für eine Übernahme des Handelsriesen Metro gescheitert. Seine Investmentgesellschaft EPGC verfehlte nach eigenen Angaben das selbst gesteckte Ziel von 67,5 Prozent der Stammaktien, das Kretinsky zur Bedingung für seine Offerte gemacht hatte. EPGC habe nur 41,7 Prozent der Aktien eingesammelt, teilte die Gesellschaft am Freitagabend mit.

Die Metro-Aktie reagierte nachbörslich kaum auf die Nachricht. Am Markt war das Scheitern des Deals schon erwartet worden.

Kretinsky, der im vergangenen Jahr zusammen mit seinem Investment-Partner Patrik Tkac bei Metro eingestiegen war, wollte den Konzern ganz übernehmen und letztlich von der Börse nehmen. Dazu hatte er 16 Euro pro Stammaktie geboten.

Aufsichtsrat und Vorstand hatten das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen und den Aktionären empfohlen, dieses nicht anzunehmen. Auch die Großaktionäre Meridian-Stiftung und Beisheim verbündeten sich gegen Kretinsky stellten sich gegen das Angebot, während Haniel zum Verkauf bereit war.

Kretinsky hatte das Scheitern seines Angebots bereits am Donnerstag in Düsseldorf eingeräumt. Mit diesem gehen die angedienten Aktien zurück an ihre Eigentümer, EPGC hält dann noch rund 17,5 Prozent der Metro-Anteile.

Das Management der Metro und der Aufsichtsrat müssten nun zeigen, dass sie Werte schaffen könnten und den Konzern und damit auch den Aktienkurs voranbringen könnten: „Jetzt müssen sie liefern“, hatte Kretinsky gesagt.

Er hält sich über sein weiteres Vorgehen bedeckt: „Wir haben jetzt alle Optionen – und das ist ein Vorteil, den man nicht zu früh aufgeben sollte“, sagte er.

Doch er deutete an, dass er langfristiges Interesse an Metro hat – und jetzt auch einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden möchte. Er persönlich wolle aber nicht in das Gremium einrücken. „Die Karten werden neu gemischt“, sagte Kretinsky.

Zurzeit hält Kretinskys EP Global Commerce 17,5 Prozent der Anteile. Wenn sie die Optionen von Haniel über weitere 15,2 Prozent zieht, könnte sie über 30 Prozent kommen.

Mehr: Der Verkauf der Metro-Aktien verschafft dem Chef des Familienkonzerns Haniel neue Möglichkeiten

  • dpa
  • rtr
  • kol
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