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Handelskonzern Metro lehnt Angebot von Kretinsky ab

Für den Düsseldorfer Konzern sind 16 Euro pro Aktie als Übernahmeangebot zu wenig. Geboten hat sie der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky.
24.07.2019 - 07:51 Uhr Kommentieren
Der 49-jährige Vorstandsvorsitzende von Metro hält das Übernahmeangebot für zu niedrig. Quelle: dpa
Olaf Koch

Der 49-jährige Vorstandsvorsitzende von Metro hält das Übernahmeangebot für zu niedrig.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Vorstand und Aufsichtsrat der Metro AG lehnen die Übernahmeofferte des tschechischen Milliardärs Kretinsky ab. Die beiden Topgremien des Düsseldorfer Handelskonzerns empfehlen den Aktionären des Düsseldorfer Handelskonzerns, das Übernahmeangebot nicht anzunehmen. Kretinsky hatte am 10. Juli den Aktionären 16 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie geboten.

„Wir halten den offerierten Preis für nicht angemessen, weil er Metro erheblich unterbewertet“, sagte Vorstandschef Olaf Koch in einer Pressemitteilung zur sogenannten begründeten Stellungnahme. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlten deshalb, den „Aktionären auch nach Prüfung der weiteren Konditionen, das Angebot nicht anzunehmen“.

Die Metro, so Koch in der begründeten Stellungnahme zum Übernahmeangebot, „sind wir davon überzeugt, dass unsere Unternehmensstrategie nachhaltiges und profitables Wachstum für die Zukunft der Metro schafft“, erklärte Koch. Als Beleg führte er die gestern veröffentlichten Quartalszahlen an. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 stieg der flächenbereinigte Umsatz um 2,3 Prozent.

Vorstand und Aufsichtsrat „empfehlen“ zudem „mehr Klarheit hinsichtlich der geplanten künftigen Strategie“ von Kretinsky und der mit seinem Partner Patrik Tkac kontrollierten Holdinggesellschaft EP Global Commerce. Es gehe auch darum, wie sich dessen „Akquisitionsfinanzierung auf die Handlungsfähigkeit des Unternehmens“ auswirke.

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    Bereits in einer ersten Stellungnahmen hatte die Metro das Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs und seiner Investmentgesellschaft EP Global Commerce (EPGC) als zu niedrig bezeichnet. Damit „das Unternehmen erheblich unterbewertet und dessen Wertschöpfungsplan nicht reflektiert“, teilte der Vorstand damals mit.

    Der tschechische Investor hat sich bereits nach eigenen Angaben 32,72 Prozent der Stimmrechte an der Metro AG gesichert. Dazu gehört auch eine Kaufoption der Familie über 15,2 Prozent der Stimmrechte. Die Option ist aber bislang bis zum Ende der Angebotsfrist des tschechischen Milliardärs am 7. August nur geparkt. Kretinsky hat die Annahmeschwelle mit mindestens 67,5 Prozent festgelegt. Damit will er die Zustimmung zu einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Metro sicherstellen.

    Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW in Düsseldorf hatte das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot des Investors bereits als zu gering beurteilt. Es war klar, dass diese Offerte bei der Metro keine Begeisterung auslösen würde“, sagt Jella Benner-Heinacher, stellvertretende Hauptgschäftsführerin der DSW. Der Preis entspreche lediglich einem Aufschlag von drei Prozent auf den damaligen Schlusskurs. Auch verglichen mit dem Metro-Kurs von Dienstag liegt der Aufschlag nur knapp über drei Prozent.

    Sie weist darauf hin, dass der mittlere Wert von Metro nach den klassischen Bewertungsmethoden laut Handelsgesetzbuch tatsächlich weit über dem Angebotspreis liegen müsste. Und da der Investor nach eigenem Bekunden die volle unternehmerische Kontrolle über den Konzern anstrebe, wäre selbst eine Prämie von 30 Prozent auf den aktuellen Aktienwert nicht ausreichend. Deshalb rät Benner-Heinacher den freien Metro-Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.

    Mehr: Die Angebotsunterlage von Kretinsky sieht als Voraussetzung eine Annahmeschwelle von 67,5 Prozent aller Stammaktien vor. Die Frist läuft Anfang August ab.

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