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Handelskonzern Metro putzt sich für Kretinsky heraus: Umsatz und Ergebnis steigen im dritten Quartal

Das Wachstum wird getrieben von fast allen Regionen. Konzernchef Koch sieht zudem „große Fortschritte“ beim Real-Verkauf. Die guten Nachrichten kommen ihm gerade recht.
Update: 23.07.2019 - 19:37 Uhr Kommentieren
Nur in Russland ging der Umsatz zurück. Quelle: Reuters
Einkaufswagen im Metro-Markt

Nur in Russland ging der Umsatz zurück.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die Metro hat sich im dritten Quartal gesteigert. „Die Metro hat den flächenbereinigten Umsatz um 3,4 Prozent gesteigert, was sehr erfreulich ist“, lobte Vorstandschef Olaf Koch am Dienstagabend die Zahlen des Düsseldorfer Handelskonzerns für das dritte Quartal im Geschäftsjahr 2018/2019.

Das Wachstum sei getrieben worden, „von allen Regionen mit Ausnahme von Russland, und auch dort sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Koch. Der Umsatz stieg auf 7,5 Milliarden Euro. Und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 316 Millionen Euro.

Gegenüber dem zweiten Quartal lief es auch besser in Deutschland, wo der flächenbereinigte Umsatz um 3,6 Prozent stieg. Nur das Russlandgeschäft bleibt problematisch. Dort sank der entsprechende Umsatz um 4,8 Prozent.

Die Metro bestätigte zugleich den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018/2019. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im dritten Quartal liege „im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr“, teilte der Konzern mit.

Der Vorstand hatte bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg von ein bis drei Prozent sowie einen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda um etwa zwei bis sechs Prozent prognostiziert.

Die verbesserten Zahlen gegenüber dem Vorquartal kommen Olaf Koch gerade recht. Denn am Mittwochmorgen will er sich zusammen mit dem Aufsichtsrat zum Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Ketinsky äußern. Da sind verbesserte Zahlen hilfreich.

Angebotsfrist läuft bis 7. August

In einer sogenannten „begründeten Stellungnahme“ wollen sie den Aktionären der Metro eine Handlungsempfehlung geben. In einer ersten Stellungnahmen hatte der Metro-Vorstand Ende Juni das Angebot von Kretinsky als zu niedrig bezeichnet. Nach Einschätzung der Analysten von Exane BNP Paribas könnte das „besser als erwartete Ergebnis für das dritte Quartal“ die Metro bestärken, das Übernahmeangebot des Tschechen abzulehnen.

Der tschechische Milliardär hatte mit seiner Investmentgesellschaft EP Global Commerce (EPGC) je 16 Euro für die Stamm- und 13,80 Euro für die Vorzugsaktie geboten. Damit werde „das Unternehmen erheblich unterbewertet und dessen Wertschöpfungsplan nicht reflektiert“, teilte der Vorstand damals mit.

Der Widerstand gegen eine Übernahme zu diesen Konditionen wird aber kleiner. So habe EP Global Commerce die volle Unterstützung von Metro-Großaktionär Haniel, teilte der Investor vor rund zwei Wochen mit. Dieser habe sich unwiderruflich verpflichtet alle seine Metro-Aktien – rund 15,20 Prozent der gesamten Metro-Stimmrechte – zu verkaufen. Damit hat sich der Investor schon 32,72 Prozent der Stimmrechte an der Metro AG gesichert.

Die Angebotsfrist des tschechischen Milliardärs läuft bis zum 7. August. Die Annahmeschwelle hat er mit mindestens 67,5 Prozent festgelegt. Damit will er die Zustimmung zu einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Metro sicherstellen.

Der Investor wird auch verfolgen, wie es Koch gelingt, die Supermarkttochter Real zu verkaufen. Dazu laufen exklusive Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor Redos.

Diese Verhandlungen „haben bereits große Fortschritte gemacht und die Exklusivitätsphase wird fortgesetzt“, wird Koch in der Pressemitteilung zitiert. Kretinsky hatte mehrfach betont, dass er den Verkaufsprozess nur als strategisch positiv ansieht, „wenn er zu fairen Konditionen für Metro durchgeführt wird“.

Mehr: Metro ist in exklusiven Verhandlungen mit dem Immobilienunternehmen Redos. Trotzdem hat das konkurrierende Konsortium x+bricks sein Gebot erhöht.

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