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Handelskonzern Milliardär Kretinsky kommt der Komplettübernahme der Metro immer näher

Der Tscheche sichert sich weitere 5,4 Prozent an dem Handelskonzern Metro. Analysten bewerten das Angebot des Unternehmers als großzügig.
24.06.2019 Update: 24.06.2019 - 17:00 Uhr Kommentieren
Metro: Daniel Kretinsky sichert sich weitere 5,4 Prozent Quelle: dpa
Daniel Kretinsky

Der tschechische Milliardär ist seinem Ziel, die Metro zu übernehmen, näher gekommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky ist seinem Übernahmeziel einen Schritt näher gekommen: Nachdem er am Freitag ein Angebot zur Übernahme aller Stamm- und Vorzugsaktien des Handelskonzerns Metro gemacht hatte, verkauft das Unternehmen Ceconomy ihm seinen Metro-Anteil von 5,4 Prozent.

Kretinskys Investment-Gesellschaft EP Global Commerce (EPGC) hatte bereits im September 2018 einen Metro-Anteil von 3,6 Prozent von Ceconomy übernommen. Damals vereinbarten die beiden Unternehmen eine Call-Option für weitere Anteile – also das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt Anteile zu erwerben. Diese Call-Option wurde jetzt fällig. Wie viel Kretinsky für diesen Anteil bezahlt hat, ist nicht bekannt.

Wenn diese Transaktion in den kommenden Tagen vollzogen ist, besitzt die EPGC 15,3 Prozent der Anteile an Metro.

Kretinskys Investment-Gesellschaft hatte den Metro-Aktionären am späten Freitagabend ein Angebot gemacht über 16 Euro pro Stammaktie und 13,80 Euro pro Vorzugsaktie. Mit dieser Offerte wird die Metro insgesamt mit 5,8 Milliarden Euro bewertet.

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    Der Vorstand der Metro beurteilte dieses Angebot in einer ersten Reaktion als zu niedrig, will es aber zusammen mit dem Aufsichtsrat noch einmal prüfen, wenn die genauen Angebotsunterlagen vorliegen. Bis dahin rät der Metro-Vorstand den Aktionären, mit einem Verkauf von Anteilen zu warten.

    Analysten dagegen scheinen das Angebot für eher fair zu halten. So schrieb Bruno Monteyne vom US-Analysehaus Bernstein Research in einer ersten Einschätzung, dass EPGC eine hohe Prämie für ein nachlassendes Geschäft bezahle. Er räumte ein, den Wunsch von EP Global, den gesamten Handelskonzern besitzen zu wollen, falsch eingeschätzt zu haben. Monteyne hatte nach eigenen Angaben nur mit einem Angebot in Höhe von 15 Euro je Stammaktie gerechnet. Er setzte sein Kursziel von 12,10 auf 16 Euro hoch.

    Die Metro-Aktie sprang bei Börseneröffnung vom Freitagsschlusskurse in Höhe von 15,54 Euro auf 16,30 Euro. Danach rutschte sie leicht auf knapp über 16 Euro.

    Kretinsky, der gemeinsam mit seinem slowakischen Partner Patrik Tkáč bei Metro eingestiegen ist, will nach Vollzug des Angebots einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Metro schließen. Deshalb ist seine Offerte an eine Mindestannahmeschwelle gebunden, die nach Sicht der Bieter eine ausreichende Mehrheit dafür in der Hauptversammlung bietet. Wie hoch diese Schwelle genau ist, sagt Kretinsky nicht. Sie dürfte aber bei oberhalb von 60 Prozent der Anteile liegen.

    Kretinsky stößt einem Zeitungsbericht zufolge mit seinem Übernahmeangebot bei einem Großaktionär auf Widerstand. Der Meridian-Stiftung sei der Preis zu niedrig, berichtete die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ am Montag unter Berufung auf informierte Kreise.

    Die Stiftung der Duisburger Händlerfamilie Schmidt-Ruthenbeck wolle sich aber auch aus grundsätzlichen Erwägungen nicht vom Engagement bei der Metro trennen. Von der Stiftung war seit dem Wochenende keine Stellungnahme zu erhalten.

    Mehr: Der tschechische Milliardär bekennt sich zur Zukunft von Metro, meint Handelsblatt-Reporter Florian Kolf. Der Vorstand sollte sich nicht gegen eine Übernahme wehren.

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