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Handelskonzern Milliardär Kretinsky setzt bei Metro-Offerte Annahmeschwelle fest

Die Angebotsunterlage des Tschechen sieht als Voraussetzung eine Annahmeschwelle von 67,5 Prozent aller Stammaktien vor. Die Frist läuft Anfang August ab.
Update: 10.07.2019 - 16:18 Uhr Kommentieren
Der Tscheche will den deutschen Handelskonzern übernehmen. Quelle: dpa
Daniel Kretinsky

Der Tscheche will den deutschen Handelskonzern übernehmen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hat die Details für sein Angebot zur Übernahme des Handelskonzerns Metro vorgelegt. Die Frist für die 5,8 Milliarden Euro schwere Offerte laufe bis zum 7. August, teilte Kretinskys EP Global Commerce am Mittwoch mit. Zugleich setzte der Angreifer eine Annahmeschwelle von mindestens 67,5 Prozent aller Stammaktien fest.

Dies sei ausreichend, um nach Vollzug des Angebots die Zustimmung zu einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Metro sicherzustellen. Der Düsseldorfer Konzern erklärte, er nehme die Offerte zur Kenntnis und werde sie sorgfältig prüfen. Vorstand und Aufsichtsrat bereiteten eine begründete Stellungnahme vor

Der Angebotspreis betrage 16,00 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie. Der Metro-Vorstand hatte das in einer ersten Reaktion als deutlich zu niedrig zurückgewiesen.

Die Tschechen betonten hingegen nun: „Der Angebotspreis, der von EP Global Commerce angeboten wird, bildet eine einmalige Gelegenheit für alle Metro-Aktionäre, einen attraktiven Preis zu erzielen für ein Unternehmen, dem ein umfassender Transformationsprozess bevorsteht.“

Die Metro werde von einer klaren Aktionärs- und Governance-Struktur profitieren und so den Herausforderungen der Digitalisierung, Konsolidierung und steigenden Kundenansprüchen besser begegnen, fügte Kretinsky hinzu. Der unter anderem durch Investitionen in die klimaschädliche Braunkohle reich gewordene Kretinsky, zu dessen Imperium der Energie- und Infrastrukturkonzern EPH gehört, war im vergangenen Jahr mit seinem Kompagnon Patrik Tkac bei den Düsseldorfern eingestiegen.

EP Global Commerce habe die volle Unterstützung des Großaktionärs Haniel. Dieser habe sich unwiderruflich verpflichtet, alle seine Metro-Aktien - rund 15,20 Prozent der gesamten METRO-Stimmrechte - anzudienen. Darüber hinaus habe EP Global Commerce ihre Kaufoption gegenüber einer Tochtergesellschaft der Ceconomy ausgeübt und damit rund 5,39 Prozent der gesamten Metro-Stimmrechte erworben.

„Zusammen mit der bereits bestehenden Beteiligung von 17,52 Prozent der Stimmrechte hat EP Global Commerce damit bereits 32,72 Prozent der gesamten Stimmrechte an der Metro AG gesichert, die bei der Berechnung des Erreichens der Mindestannahmeschwelle des Angebots berücksichtigt werden.“ .

Kretinskys Offerte stieß zuletzt bei der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) auf Widerstand. „Wir sehen die 16 Euro als zu niedrig an“, sagte der für die Metro zuständige SdK-Sprecher Alexander Elsmann Ende Juni. Die SdK rate vielmehr dazu, auf einen Nachschlag Kretinskys zu warten und Metro-Stammaktien nicht unter einem Preis von 20 Euro zu verkaufen.

„16 Euro sind nicht so, dass die Aktionäre 'Hurra' schreien“, sagte Elsmann weiter. Allein wegen des Immobilienbestandes des Konzerns – Metro gehören zahlreiche der rund 770 Märkte in 26 Ländern – sehe er den Wert höher. Operativ bewerte die SdK die Entwicklung des Konzerns aber weiterhin kritisch.

Elsmann verwies auf die Probleme in Russland, Metro investiere zudem in die Digitalisierung und müsse hier aber auch Geld verdienen. Positiv entwickele sich das Geschäft rund um die Belieferung der Kunden.

Mehr: Daniel Kretinsky bekennt sich zu Metros Zukunft, meint Handelsblatt-Reporter Florian Kolf. Der Vorstand sollte sich nicht gegen eine Übernahme wehren.

  • rtr
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