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Handelskonzern Vor Real-Verkauf: Metro steigert Umsatz leicht – und hält an Prognose fest

Die Erlöse des Handelskonzerns haben im wichtigen Weihnachtsgeschäft nur geringfügig zugelegt. Grund ist vor allem das kriselnde Russland-Geschäft.
15.01.2020 - 08:06 Uhr Kommentieren
Vor Real-Verkauf: Metro steigert Umsatz nur leicht Quelle: dpa
Metro-Zentrale

Der Konzern will sich von der Supermarktkette Real trennen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Großhandelskonzern Metro hat im wichtigen Weihnachtsgeschäft den flächenbereinigten Umsatz nur leicht gesteigert. Das kriselnde Russland-Geschäft bremste den Konzern dabei erneut, immerhin aber verlangsamte sich der Umsatz-Rückgang dort gegenüber dem Vorjahr. An seiner Prognose für das Geschäftsjahr hält der Düsseldorfer Konzern fest.

Der flächenbereinigte Konzernumsatz sei im ersten Quartal 2019/20 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Gesamtumsatz stieg – unterstützt durch positive Währungseffekte – um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. In Russland schrumpfte der flächenbereinigte Umsatz um 5,3 Prozent, vor Jahresfrist hatte der Konzern dort noch ein Minus von 6,3 Prozent verzeichnet.

Metro-Chef Olaf Koch bekräftigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Er rechnet weiter mit einem operativen Gewinn (Ebitda ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen und vor Transformationskosten) in etwa auf dem Vorjahres-Niveau von einer Milliarde Euro.

Koch setzt ganz auf das Geschäft mit Gastronomen und Hoteliers und hat dazu im einst weit verzweigten Metro-Reich aufgeräumt. Auf dem Weg zum Großhandelskonzern hatte er unter anderem die Warenhaus-Tochter Kaufhof und die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn abgestoßen.

Nun will der Metro-Chef die vor mehr als einem Jahr ins Schaufenster gestellte Supermarktkette Real verkaufen. Aktuell verhandelt Koch mit einem Konsortium aus dem Immobilieninvestor X+Bricks sowie der SCP Group über die Zukunft Reals.

Auch die Trennung vom Geschäft in China will er 2020 endgültig über die Bühne bringen. Insgesamt sollen rund 1,5 Milliarden Euro aus den Transaktionen in die Kassen des Düsseldorfer Konzerns fließen. „Der Verkauf des SB-Warenhausgeschäfts und von Metro China schreiten plangemäß voran“, betonte Koch. Zahlen für das Weihnachtsgeschäft Reals legte Metro indes nicht vor.

Mehr: „Es wird ein Drama“: Der Real-Betriebsratschef warnt vor einem massiven Stellenabbau. Seine Prognose ist aber keine große Überraschung.

  • rtr
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