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Handelskonzern Zeitplan für Verkauf der Metro-Tochter Real wackelt

Im September sollte sich entscheiden, wie es mit der Supermarktkette weitergeht. Doch die Sorge um die Beschäftigten erschwert nun die Verhandlungen.
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Real-Mitarbeiter sollen beim Verkauf der Filialen nicht schlechter gestellt werden. Quelle: dpa
Real

Real-Mitarbeiter sollen beim Verkauf der Filialen nicht schlechter gestellt werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Gespräche zwischen dem Investor Redos und dem Handelsriesen Metro über die Zukunft der Supermarktkette Real könnten Insidern zufolge in Verzug geraten. Es sei unklar, ob die Verhandlungen wie geplant im September zu einem Ergebnis führen würden, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Hintergrund sei der zähe Prozess um den geplanten Verkauf einzelner Real-Filialen durch das Redos-Konsortium, die nicht mehr zum Kern der Kette gehören sollen.

Dabei gehe es auch um die Übernahme von Mitarbeitern und tarifliche Verpflichtungen. Die Real-Beschäftigten sollten bei einem Verkauf einzelner Filialen an Konkurrenten nicht schlechter gestellt werden. "Es sind noch dicke Bretter zu bohren", sagte einer der Insider. Zudem hat auch das Bundeskartellamt ein Auge auf Transaktionen im hochkonzentrierten deutschen Lebensmittel-Einzelhandel. "Wir arbeiten hart daran, den Zeitplan einzuhalten", sagte ein Redos-Sprecher. "Wir liegen im Plan", betonte eine Metro-Sprecherin.

Metro-Chef Olaf Koch hatte Real im September vor einem Jahr ins Schaufenster gestellt. Die Kette mit ihren knapp 280 Filialen und über 34.000 Beschäftigten passt nicht zu seiner Strategie, den Konzern auf das Geschäft rund um den Großhandel zu konzentrieren. Im Mai hatte sich Metro dann bis Ende Juli auf exklusive Verhandlungen mit dem Konsortium um Redos verständigt, diese Frist wurde inzwischen auf September verlängert. Der Verkaufsprozess komme gut voran, hatte Koch erst Ende Juli versichert.

Real ist aber nicht die einzige Transaktion, an der der Metro-Chef arbeitet: Für die Aktivitäten des Düsseldorfer Konzerns in China sucht er einen Partner. Metro ist hier bereit, einen Mehrheitsanteil abzugeben. Hier sollten Interessenten Insidern zufolge bis zum Ende dieser Woche finale Offerten einreichen. Beide Transaktionen sollen Koch zufolge mindestens eine Milliarde Euro in die Kassen der Metro spülen.

Der Immobilien-Investor Redos, zu dessen Konsortium auch die Immobilieninvestoren ECE und Morgan Stanley Real Estate gehören, ist indes nicht der einzige Bewerber für Real. Auch der Investor X+Bricks hatte immer wieder Interesse an der Kette bekundet - er ist aber durch die Exklusivitätsvereinbarung der Metro mit Redos außen vor. Redos will Insidern zufolge das Geschäft bei Real fortführen und die Kette im Kern erhalten. Märkte, die nicht in dieses Konzept passen, sollen verkauft werden.

Mehr: Lesen Sie hier, wie die Metro das Haltbarkeitsdatum überflüssig machen will

  • rtr
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