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Handtaschen & Seidentücher Luxus-Boom in China beschert Hermès Rekordergebnis

Hermès hat nach Jahren schleppender Nachfrage seine Verkäufe in Asien wieder gesteigert. Auch die Aktionäre profitieren davon.
Update: 21.03.2018 - 12:10 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen ist vor allem für seine teuren Handtaschen und Seidentücher bekannt. Quelle: Reuters
Hermès

Das Unternehmen ist vor allem für seine teuren Handtaschen und Seidentücher bekannt.

(Foto: Reuters)

ParisLuxus lohnt sich: Edle Handtaschen, Uhren und Schmuck sind weltweit derzeit stark gefragt. Das belegt auch die Jahresbilanz, die der französische Luxushersteller Hermès am Mittwoch in Paris vorgelegt hat. In Asien läuft das Geschäft besser, der Markt in China beschert dem Luxushaus, bekannt für seine Seidentücher und Handtaschen, Kelly Bag und Birkin Bag, einen Boom. Der Luxuskonzern, der mit Lederwaren und Artikeln für Pferdeliebhaber berühmt wurde, hat 2017 alle Rekorde gebrochen.

Das operative Ergebnis konnte um 13 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro zulegen, dabei wurde im operativen Geschäft eine Rekord-Rendite von 34,6 Prozent erzielt. Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 1,22 Milliarden Euro um elf Prozent höher aus als im Vorjahr. Schon im Februar hatte Hermès einen Rekordumsatz von 5,5 Milliarden Euro verkündet, 8,9 Prozent mehr als 2016.

„Es war ein sehr gutes Jahr, das Wachstum war gesund und sehr profitabel“, erklärte Hermès-Chef Axel Dumas. Innerhalb von zehn Jahren habe sich der Umsatz verdreifacht, das Nettoergebnis mehr als vervierfacht. In China lief es 2017 wieder so gut wie schon seit einem halben Jahrzehnt nicht mehr.

„Trag nie Hermes-Krawatten. Niemals“
Rauchen
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1. Tipp:

Ist dein Chef ein Raucher, bist du gefälligst auch ein Raucher.

(Foto: dpa)
Pakistan's Asad Shafiq (R) plays a shot away from India's Singh Dhoni during their ICC Champions Trophy group B match at Edgbaston cricket ground in Birmingham
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2. Tipp:

Ist dein Chef ein Inder oder ein Pakistani? Lerne die Cricketregeln. In dem Fall raucht er wahrscheinlich auch, also siehe Tipp Nummer 1. Aber Vorsicht: Wenn er nicht raucht, ist er ein vegetarischer Yoga-Meister.

(Foto: Reuters)
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3. Tipp:

Trag nie Hermes-Krawatten. Niemals. Die muss man sich erst verdienen.

(Foto: Die Konzernchefs des Luxus-Unternehmens Hermes)

(Foto: AFP)
Bekleidungshaus Policke
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4. Tipp:

Kauf einen bis drei anständige Anzüge, ohne Bundfalten und Aufschläge. Und trag keine Krawatte, solange du nicht in ein Meeting gehst. Niemand mag die Streber, die so herumlaufen.

(Foto: dpa)
Krawatten sind in
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5. Tipp:

Lerne, wie man einen doppelten Windsor knüpft. Und zwar nicht zu dick.

(Foto: dpa)
Fashion Week: Hugo Boss Show
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6. Tipp:

Sieh zu, dass deine Schuhe immer blitzblank poliert sind. Und zwar ohne, dass jemand merkt, dass du sie polieren lässt. Das musst du dir erst verdienen.

(Foto: dapd)
huGO-BildID: 31168720 Graduates pose for photographs during commencement at Yale University in New Haven, Conn., Monday, May 20, 2013. (AP Photo Jess
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7. Tipp:

Wenn du an einer guten Schule warst, dann finde heraus, ob jemand von Bedeutung auch dort war. Das wird dein Mentor. Aber mach kein Aufhebens wegen deiner Universitäts-Lorbeeren. Die werden jetzt einfach vorausgesetzt.

(Foto: ap)

Der Markt in China hatte in den vergangenen Jahren aufgrund der Antikorruptionsbemühungen der Regierung einen Dämpfer erlitten – vor allem die Hersteller teurer Armbanduhren. Aber seit zwei Jahren geht es wieder aufwärts. In Asien stieg der Umsatz für Hermès mit elf Prozent deshalb besonders stark. Auf dem amerikanischen Markt ging es um acht Prozent und in Europa um acht Prozent aufwärts.

Weil die Geschäfte bestens laufen, kündigte Hermès eine Erhöhung der Dividende auf 4,10 Euro pro Aktie an, außerdem soll es eine Sonderausschüttung von fünf Euro je Anteilsschein geben. Im Jahr 2016 lag die Dividende bei 3,75 Euro. Schon 2015 hatte es eine Sonderausschüttung von fünf Euro aufgrund der guten Geschäfte 2014 gegeben.

Der Markt reagierte auf die Zahlen für das vergangene Jahr begeistert. Die Hermès-Titel legten um über drei Prozent zu, seit Anfang des Jahres sind sie schon um fünf Prozent gestiegen, seit sechs Monaten um über elf Prozent und seit drei Jahren um 52 Prozent.

Besonders gut lief es im Bereich der Lederwaren, wo der Umsatz um 9,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro stieg. Das Umsatzplus geht nicht auf gestiegene Preise, sondern auf das Verkaufsvolumen zurück, so Dumas. Im Jahr 2018 sollen deshalb acht neue Geschäfte eröffnet werden, rund 300 gibt es schon weltweit. Für das laufende Geschäftsjahr gab es keine detaillierten Aussichten, aber mittelfristig solle der Umsatz „ehrgeizig“ steigen.

„Made in France“ ist eines der wichtigsten Rezepte für den Erfolg. Das Haus Hermès, das 13.483 Personen beschäftigt, davon rund 8.300 in Frankreich, hat im vergangenen Jahr 400 Personen im Heimatland neu eingestellt, vor allem in den Manufakturen und im Verkauf. In Kürze wird eine neue Fabrik in Ostfrankreich für die Herstellung von Lederwaren neu eingeweiht, der 16. Standort in Frankreich. Lederwaren werden nur in Frankreich hergestellt, so soll Perfektion garantiert werden.

Auch bei den anderen Luxusgruppen läuft es aufgrund des China-Booms bestens. So gab Luxusgigant LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) einen Umsatz von 42,6 Milliarden Euro für das Jahr 2017 bekannt, 13 Prozent mehr als im Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn der Gruppe lag bei über 5,1 Milliarden Euro, ein Anstieg von 29 Prozent.

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