Hapag-Lloyd Reederei schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Containerschifffahrt leidet seit Jahren unter hohen Überkapazitäten und schrumpfenden Frachtraten. Auch Hapag-Lloyd musste 2015 auf die Kostenbremse treten. Nun zeigt der Sparkurs Wirkung.
Das Containerschiff Kyoto Express von Hapag-Lloyd wird im Hamburger Hafen umgeschlagen: Die Reederei ist zurück in der Gewinnzone. Quelle: dpa
Hapag Lloyd

Das Containerschiff Kyoto Express von Hapag-Lloyd wird im Hamburger Hafen umgeschlagen: Die Reederei ist zurück in der Gewinnzone.

(Foto: dpa)

HamburgDeutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd drückt nach der Rückkehr in die Gewinnzone weiter auf die Kostenbremse. Aufgrund des erfolgreich verlaufenen Sparkurses im vergangenen Jahr habe der Konzern, der neu in den SDax aufgestiegen ist, bereits Ende 2015 ein neues Kostensparprogramm gestartet, teilte Hapag Lloyd am Mittwoch mit. „Wir haben für dieses Programm erneut vielversprechende Potenziale identifiziert, die unsere Effizienz weiter verbessern dürften“, erklärte Vorstandschef Rolf Habben Jansen.

Das vergangene Jahr schloss Hapag Lloyd mit einem Gewinn von 114 Millionen Euro ab nach einem Verlust von 604 Millionen Euro im Jahr zuvor. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdiente der Konzern 366 Millionen Euro (Vorjahr: minus 383 Millionen Euro). Dank der Übernahme des chilenischen Konkurrenten CSAV stieg der Umsatz auf 8,8 Milliarden Euro nach 6,8 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Die Containerschifffahrtsbranche leidet seit Jahren unter hohen Überkapazitäten und schrumpfenden Frachtraten. Habben Jansen zeigte sich dennoch zuversichtlich, 2016 das Ebit „deutlich“ steigern zu können. „Wir erwarten, dass die aktuelle Konsolidierung in der Linienschifffahrt und die anstehende Neuordnung der Allianzen für mehr Stabilität im Markt sorgen sollten und es zu einer gewissen Erholung des Marktes kommen wird“, sagte er.

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