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Hapagfly und HLX verschmelzen Tui versucht den Neustart

Mit einem Personalwechsel im Vorstand und der Zusammenlegung der Fluggesellschaften Hapagfly und Hapag-Lloyd Express will der Touristik- und Schifffahrtskonzern Tui nach schwachen Ergebnissen und bescheidener Börsenbewertung wieder Tritt fassen.
  • E. Krummheuer und G. Lipinski

DÜSSELDORF/HAMBURG. Um die Ertragskraft „nachhaltig und zeitnah“ zu stärken, kündigte Europas größter Touristikanbieter nach einer jährlich stattfindenden Strategietagung seines Aufsichtsrates eine konzernweite „Forcierung“ der laufenden Kostensenkungsprogramme an.

In einer „Neuausrichtung der Führungsstruktur“ wird Vorstand Peter Rothwell zum obersten Touristiker des Konzerns. Chefcontroller Sebastian Ebel muss gehen. Für ihn rückt der bisherige Chef des Flugbereiches, Christoph Müller, nach. Spekulationen, dass auch der Stuhl von Konzernchef Michael Frenzel wackele, wies ein Sprecher zurück. Ein entsprechendes Gerücht hatte an der Börse gestern kurzfristig zu einem weiteren Anstieg der Aktie geführt. Die Nachrichtenagentur dpa zitierte einen nicht genannten Händler mit der Aussage: „Ein Abgang von Frenzel würde an der Börse wohl begrüßt werden.“

In unternehmensnahen Kreisen hieß es dazu, dem aus dem Controlling kommenden Ebel sei es mangels Erfahrungen in der Touristik nicht gelungen, den integrierten Reisekonzern erfolgreich zu steuern. Das müsse sich auch Frenzel zurechnen lassen, denn Ebel sei sein Ziehsohn.

Nach der Zusammenführung der beiden Airlines würden „weitere strategische Optionen im deutschen Flugmarkt“ geprüft, erklärte die Tui weiterhin.

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