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Hauptstadtflughafen BER Baufirmen fordern mehr als 1,4 Milliarden Euro

Wann der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb geht, ist weiterhin unklar. Und auch über die Kosten herrscht noch Rätselraten. Nun ist immerhin die Höhe der Nachforderungen der Baufirmen bekannt geworden.
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Radlader am Terminal des neuen Flughafens BER: Ein Gutachten lässt ein Millionendefizit erkennen. Quelle: dpa

Radlader am Terminal des neuen Flughafens BER: Ein Gutachten lässt ein Millionendefizit erkennen.

(Foto: dpa)

BerlinBeim Bau des neuen Hauptstadtflughafens sind Nachforderungen von Baufirmen in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Euro eingereicht worden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab berichtet. Davon seien 995 Millionen Euro bereits reguliert, weitere rund 1600 Forderungen in Höhe von insgesamt 452 Millionen Euro würden noch geprüft, bestätigte Flughafensprecher Ralf Kunkel am Samstag entsprechende Berichte.

Durch die Nachträge entstünden jedoch keine Mehrkosten, betonte er: „Die Summen sind in dem bisherigen Budget enthalten.“ Bislang wurden für den Bau 4,3 Milliarden Euro veranschlagt.

Diese Nachträge seien normales Projektgeschäft, sagte Kunkel. „Da der Flughafen größer wurde, gibt es auch Nachträge. Das ist doch logisch.“ So sei wegen gestiegener Passagierprognosen das Terminal um 50 Prozent und auch das Vorfeld erweitert worden.

Dagegen kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stefan Kühn, hier sei offenbar schöngerechnet worden, um die Kosten auf dem Papier niedrig zu halten. Mehrere Zeitungen berichteten zudem, laut einer ergänzenden Antwort des Bundesverkehrsministeriums an die Grünen kämen zu den bislang bekannten Summen weitere der Genannten neu hinzu.

In der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats Ende Juni soll Flughafenchef Hartmut Mehdorn einen Kostenplan für die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens vorlegen. Bereits Anfang April hatte Mehdorn einen Nachschlag von 1,1 Milliarden Euro für das kommende Jahr gefordert.

  • dpa
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