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Hauptstadtflughafen Staatsanwälte prüfen Anfangsverdacht zu Bilanz von BER-Betreiber

In der Bilanz des Berliner Flughafenbetreibers FBB soll es Unregelmäßigkeiten geben. Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht nun einer Anzeige nach.
14.07.2020 - 17:51 Uhr Kommentieren
Der Berliner Flughafenchef betonte, nichts zu verbergen. Quelle: dpa
Engelbert Lütke Daldrup

Der Berliner Flughafenchef betonte, nichts zu verbergen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht einer Anzeige zur Bilanz der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) nach. „Wir haben eine Anzeige vorliegen und prüfen, ob sich daraus ein Anfangsverdacht ergibt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Detlef Hommes, am Dienstag.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte zuvor berichtet, dass es in der Anzeige um den Vorwurf eines möglichen Bilanzierungsverstoßes gehe. Auch der „Tagesspiegel“ hatte über den Vorwurf möglicher Unstimmigkeiten in der Bilanz berichtet.

Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über eine Tochtergesellschaft den Flughafen Tegel. Außerdem gehört der geplante neue Flughafen BER zu den Projekten des Unternehmens. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup betonte am Dienstag bei einem Termin auf dem BER-Gelände, nichts zu verbergen: „Wir sind transparent und haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Staatsanwaltschaft.“

Der Bund ist an der FBB zu 26 Prozent beteiligt, Berlin und Brandenburg jeweils zu 37 Prozent. Der Hauptstadtflughafen soll nach langer Verspätung Anfang November in Betrieb gehen. Die Coronakrise hatte dem Flughafen schwere Verluste gebracht.

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    Der FDP-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja, verlangte, die Geschäftsführung der FBB zu beurlauben, bis die Vorwürfe geklärt seien. Der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Daniel Wesener, forderte von unabhängiger Seite Klarheit über den Bilanzwert, die prognostizierten Entgelt-Einnahmen und den weiteren Finanzbedarf der Gesellschaft.

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    • dpa
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