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Hauptversammlung Henkel verschiebt Jobs ins Ausland

Henkel-Chef Kasper Rorsted erhält auf der Hauptversammlung viel Lob von Aktionärsschützern. Da das Unternehmen außerhalb Europas wächst, schrumpft die Belegschaft in Deutschland – ganz anders der Aufsichtsrat.
15.04.2013 Update: 15.04.2013 - 13:43 Uhr Kommentieren
Vorstandschef Kasper Rorsted des Konsumgüterkonzerns Henkel und Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah traten vor die Aktionäre. Quelle: dpa

Vorstandschef Kasper Rorsted des Konsumgüterkonzerns Henkel und Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah traten vor die Aktionäre.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Konsumgüterkonzern Henkel („Persil“, „Pritt“) will der wirtschaftlichen Krise in Europa durch Wachstum in anderen Regionen begegnen und so seine Ziele 2013 erreichen. „Wir erwarten im Euroraum im laufenden Jahr eher eine weitere Verschärfung als eine Besserung der Lage“, sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted laut Redetext bei der Hauptversammlung am Montag in Düsseldorf. Auch entwickelte sich zu Jahresbeginn eine Reihe von Industriebranchen schwächer als erwartet, räumte er ein. Wachstum erwarte Henkel indes in Nordamerika und Asien. „Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bekräftigen wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr“, unterstrich Rorsted.

2013 will der Henkel-Chef den organischen Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern. Die bereinigte Ebit-Marge soll auf „etwa 14,5 Prozent“ klettern, das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um etwa zehn Prozent zulegen. Noch im Vorjahr hatte der Hersteller von Pritt und Persil dank florierender Geschäfte in Wachstumsregionen und seines Sparprogramms Umsatz, Ergebnis und Dividende auf Rekordwerte geschraubt.

„Wahrscheinlich haben Sie schon die Champagner-Flaschen für alle am Ausgang bereitgestellt“, scherzte die Vertreterin des Schutzverbands DSW, Jella Benner-Heinacher, in Rorsteds Richtung. „Ich bin froh, dass Sie kein Ankündigungsmanager sind, sondern das geliefert haben, was Sie versprochen haben.“ Auch Michael Ruoff von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sprach von einem „ausgezeichneten Ergebnissen in einem schwierigen Geschäftsumfeld“. Einzige wesentliche Kritik der Redner: Mit gut 26 Prozent Ausschüttungsquote sei die Dividende zu niedrig. Und: Die Vorstandsgehälter seien wegen Sonderboni zu stark gestiegen.

Die Henkel-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten ein Drittel zugelegt. Nach 78 Cent Dividende je Stammaktie im vergangenen Jahr sollen die Aktionäre in diesem Jahr 93 Cent erhalten.

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    Rorsted hatte zuvor die Prognose für das Jahr 2013 bestätigt. So soll der Umsatz um drei bis fünf Prozent wachsen, die Umsatzrendite von 14,1 auf 14,5 Prozent steigen. Bis 2016 solle der Umsatz auf 20 Milliarden Euro zulegen, unterstrich Rorsted - 2012 hatte der Traditionskonzern Erlöse von rund 16,5 Milliarden Euro eingefahren. Dabei will Henkel auch profitabler arbeiten: Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll jährlich um zehn Prozent steigen. "Mögliche Zukäufe" seien in der Henkel-Strategie vorgesehen, bekräftigte der Manager.

    Der Däne warnte jedoch, die wirtschaftliche Lage im Euroraum werde sich im laufenden Jahr eher weiter verschärfen als verbessern. In Nordamerika werde sich die Konjunktur erst im Jahresverlauf bessern. „Vor diesem Hintergrund zeigten sich zum Jahresauftakt weltweit eine Reihe bedeutender Industriebranchen schwächer als erwartet“, sagte er. Für die zweite Jahreshälfte erwarte er eine Erholung. Daher werde Henkel an seiner Prognose für 2013 festhalten.

    Nur jeder sechste Mitarbeiter arbeitet in Deutschland
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