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Headquarter Nashville statt New York? Amazon überdenkt Baupläne für Firmenzentrale

Amazons Pläne für eine Zentrale in New York stoßen unter Anwohnern auf Widerstand. Der Konzern denkt offenbar bereits über Alternativen nach.
Update: 08.02.2019 - 19:20 Uhr Kommentieren
In diesem Viertel von Queens soll Amazon seine Büros errichten. Doch die Einwohner befürchten steigende Immobilienpreise. Quelle: AFP
Long Island City

In diesem Viertel von Queens soll Amazon seine Büros errichten. Doch die Einwohner befürchten steigende Immobilienpreise.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDer Online-Händler Amazon überdenkt seine Pläne für den Bau einer neuen Konzernzentrale in New York. Grund dafür sei der Widerstand vor Ort, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Amazon habe dort noch kein Land für das Projekt gekauft oder gepachtet, daher wäre ein Rückzug für den Konzern kein Problem, sagten die Insider dem Blatt, das Amazon-Chef Jeff Bezos gehört.

Der US-Konzern hatte viel Zeit und Ressourcen in die Suche nach einem neuen Quartier neben der Zentrale in Seattle investiert. So hatte er Anfang 2018 eine Liste mit den 20 aussichtsreichsten Kandidaten für den neuen Standort veröffentlicht, 238 Standorte hatten an dem Casting teilgenommen. Und lief teilweise ziemlich bizarr ab: So ließ New York beispielsweise das Empire State Building orange anstrahlen, um den Investor zu beeindrucken.

Seitdem der Konzern der Metropole den Zuschlag für ein Quartier gegeben hat, – als weiterer Standort ist ein Vorort von Washington vorgesehen – gibt es jedoch immer wieder Probleme und Proteste.

Denn Amazon möchte sein Quartier in Long Island City im Stadtteil Queens errichten, einem Teil der Stadt, der von Gentrifizierung betroffen ist. Nun befürchten die Einwohner, dass die gut bezahlten Amazon-Mitarbeiter die Situation weiter verschlimmern könnten. So meldeten bereits kurz nach der Entscheidung Amazons Makler einen rasanten Nachfrageanstieg nach Einzimmerapartments in Long Island City. Diese kosten zwischen 800.000 und 1,2 Millionen US-Dollar.

Amazon plant, für insgesamt 25.000 Menschen im Standort New York Arbeitsplätze zu schaffen. Das durchschnittliche Jahressalär dieser Mitarbeiter soll bei 150.000 Dollar liegen.

Zu den Gegnern des Projekts gehört – neben Lokalpolitikern – auch die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez, die jüngste Abgeordnete im US-Kongress. Deren 14. Wahlbezirk grenzt direkt an Long Island City, wo Amazon seine Büroräume haben möchte.

In den vergangenen zwei Wochen hatte sich der Streit zwischen dem Konzern und den Gegnern des Projekts weiter zugespitzt. So wurde Senator Michael Gianaris in ein Gremium des Senats des Staates New York gewählt, das mit dem Projekt betraut ist. Gianaris ist als Kritiker des Projekts bekannt und könnte es nun mit seinem Veto blockieren.

Nun denke die Führung von Amazon über Alternativen zu New York nach, schreibt die Washington Post unter Berufung auf Insider aus dem Unternehmen. Gehandelt werden dabei die Standorte Nashville (Tennessee) und Virginia.

So hat der Gouverneur von Virginia am vergangenen Dienstag ein Gesetz unterschrieben, welches dem Standort Arlington, wo Amazon ebenfalls vertreten ist, Subventionen in Höhe von 750 Millionen Dollar zusichert.

In Nashville haben Regierungsbeamte Investitionen in Höhe von 15,2 Millionen US-Dollar beschlossen, die es dem Konzern erleichtern sollen, rund 5.000 Jobs an diesem Standort zu schaffen. Dazu zählen in erster Linie Infrastruktur-Investitionen wie der Bau von Straßen und die Wasserversorgung.

Dennoch gebe es noch keine konkreten Pläne, den Standort New York zu begraben. Vielmehr sieht es so aus, als würde Amazon seine Drohungen, den Standort aufzugeben, dazu nutzen, die Gegner in New York zu besänftigen.

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