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Hedgefonds-Manager Loeb knöpft sich Nestlé vor

Hedgefonds-Manager Daniel Loeb ist mit drei Milliarden Euro bei Nestlé eingestiegen. Der neue Großaktionär verlangt massive Änderungen beim weltgrößten Lebensmittelproduzenten. Das schickt die Aktie auf Höhenflug.
26.06.2017 Update: 26.06.2017 - 09:20 Uhr Kommentieren
Süßigkeiten von Nestlé in den USA. Das Geschäft steht angeblich vor dem Verkauf. Quelle: AP
Nestlé

Süßigkeiten von Nestlé in den USA. Das Geschäft steht angeblich vor dem Verkauf.

(Foto: AP)

Vevey Der weltgrößte Lebensmittelproduzent Nestlé wird vom Finanzinvestor Daniel Loeb ins Visier genommen. Loebs Hedgefonds Third Point hat nach eigenen Angaben vom Sonntag eine Beteiligung an dem Schweizer Konzern gekauft und eine Änderung von dessen Strategie gefordert.

Der Anteil von mehr als einem Prozent an Nestlé sei knapp 3,3 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund drei Milliarden Euro) wert. Der Fonds ist damit achtgrößter Aktionär von Nestle. Die Nachricht von dem Einstieg ließ die Aktie am Montagmorgen um bis zu 4,5 Prozent in die Höhe schnellen.

Third Point verlangt von Nestle eine Verbesserung der Gewinnmarge, einen Aktienrückkauf und den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsbereichen. Nestlé soll nach dem Willen des Investors seine 23-prozentige Beteiligung an dem französischen Kosmetikkonzern L'Oréal veräußern. Von Nestlé war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der neue Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider hat zuletzt das Süßigkeiten-Geschäft in den USA auf den Prüfstand gestellt. Third Point wird in der Finanzwelt zu den sogenannten aktivistischen Investoren gezählt. Diese wollen ganz gezielt Einfluss auf Firmenentscheidungen nehmen und treten mitunter aggressiv auf. Zuletzt hatte ein Medienbericht über einen Einstieg von Third Point bei Philips den Aktienkurs des Medizintechnikkonzerns beflügelt.

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