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Hello Fresh und der verschobene Börsengang Machtkampf bei Rocket Internet

Der Streit bei Rocket Internet kocht hoch: Der verschobene Börsengang von Hello Fresh sorgt offenbar für Zwist zwischen den Samwers und einem wichtigen Investor. Der Start-up-Schmiede gehen die Erfolgsmeldungen aus.
16.12.2015 Update: 16.12.2015 - 12:04 Uhr 3 Kommentare
Der verschobene Börsengang von Hello Fresh war ein Rückschlag für den Firmenchef. Quelle: dpa
Oliver Samwer

Der verschobene Börsengang von Hello Fresh war ein Rückschlag für den Firmenchef.

(Foto: dpa)

Berlin Aufruhr bei Rocket Internet: Bei der Startup-Fabrik der Samwer-Brüder gibt es einen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates. Neuer Chef ist der Unternehmensberater Marcus Englert, wie das Berliner Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Englert gilt als enger Vertrauter von Firmenchef Oliver Samwer. Der bisherige Vorsitzende Lorenzo Grabau vom Großaktionär Kinnevik bleibt als Mitglied in dem Aufsichtsgremium.

Hintergrund ist offenbar ein Machtkampf aufgrund des auf Eis gelegten Börsengangs des Lebensmittel-Versenders Hello Fresh. Darüber hatte das „Manager Magazin“ berichtet. Demnach soll der schwedische Investor über seine Anwälte das Vorhaben blockiert und Firmenchef Samwer so düpiert haben. Auslöser des Streits sei die hohe Preisvorstellung Samwers gewesen.

Laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ hatte dieser einen Unternehmenswert von 3,3 Milliarden Euro angestrebt, obwohl die Bewertung bei der letzten Finanzierungsrunde im September bei lediglich 2,6 Milliarden Euro lag. Zudem ist Kinnevik nach Handelsblatt-Informationen bei Hello Fresh nicht direkt beteiligt – die Schweden hätten also eher Interesse an dem IPO eines anderen Start-ups gehabt.

Offiziell hält Rocket an den Börsenplänen von Hello Fresh fest. Wann genau dieser Schritt erfolge, sei aber davon abhängig, wann die Firma und die Finanzmärkte bereit seien, sagte Oliver Samwer am Mittwoch. Beim Capital Market Day im September hatte er noch versprochen, innerhalb von 18 Monaten eine seiner Beteiligungen an die Börse zu bringen. Rocket sei auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen, erklärte er. Ob Hello Fresh dieses Start-up sein werde, könne er allerdings nicht sagen.

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    Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
    Platz 10: Zalando Lounge
    1 von 10

    Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

    Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

    *Quelle: Statista, EHI Retail Institute

    **umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

    (Foto: Zalando Lounge Screenshot)
    Platz 9: Walbusch
    2 von 10

    Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

    Umsatz: 72,2 Millionen Euro

    (Foto: Walbusch.de)
    Platz 8: C&A Online
    3 von 10

    Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

    Umsatz: 79,3 Millionen Euro

    (Foto: canda.com)
    Platz 7: s.Oliver
    4 von 10

    s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

    Umsatz: 110,8 Millionen Euro

    (Foto: dpa - picture-alliance)
    Platz 6: Brands-4-Friends
    5 von 10

    Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

    Umsatz: 114,6 Millionen Euro

    (Foto: brands4friends.de)
    Platz 5: Esprit
    6 von 10

    Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

    Umsatz: 162,5 Millionen Euro

    (Foto: Reuters)
    Platz 4: Heine
    7 von 10

    Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

    Umsatz: 204 Millionen Euro

    (Foto: heine.de)

    Gegründet wurde Hello Fresh 2011 und ist seitdem stark gewachsen: Das Start-up ist heute in sieben Ländern tätig, neben Deutschland beispielsweise auch noch in Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz auf 198 Millionen Euro, verglichen mit 41 Millionen im Vorjahreszeitraum. Gewinn macht das Unternehmen allerdings noch nicht: In den ersten drei Quartalen betrug der Fehlbetrag 58 Millionen Euro, sechs Mal mehr als zur gleichen Zeit 2014. Der Verlust ist vor allem dem hohen Werbeaufwand geschuldet. Rocket hält 56 Prozent der Anteile an Hello Fresh.

    Die Samwers waren bei dem Kochboxversender eigentlich dringend auf gute Nachrichten angewiesen. Seit dem Börsengang der Ex-Tochter Zalando fehlt den Aktionären jeder Hinweis darauf, dass sich die Erfolgsstory wiederholt – ein Unternehmen zu gründen, das nicht nur viel Geld verbrennt, sondern langfristig auch profitabel wird. Auch deshalb dürfte der verpatzte Börsengang besonders geschmerzt haben.

    Neue Chancen in Afrika uns Südostasien
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    3 Kommentare zu "Hello Fresh und der verschobene Börsengang: Machtkampf bei Rocket Internet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Alles was die Samwers tun und lassen nützt nur ihnen selbst. Ein Investor, der sich mit denen "ins Bett legt" muß wissen was er tut. Ich jedenfalls würde um die Samwers einen großen Bogen machen was auch für die Aktie gilt.

    • Es werden bestimmt noch viele Artikel über "Rocket Internet" erscheinen. Auf die letzten Artikel bin ich besonders gespannt. Ob da "Leere Kasse" als Überschrift steht ?

    • Rocket Internet ist eine Kopieranstalt. Es werden einfach nur Vertriebsplattformen in der ganzen Welt kopiert. Das war`s. Vom Geschäftsmodell her moralisch verwerflich. Das Auftreten der Samwers kann sehr einfach beschrieben werden: Versicherungsvertreter.

      Mich wundert es wirklich das es Investoren gibt die solche Firmen kaufenswert finden. Aber nun ja, zu Zeiten des Neuen Marktes gab es ja auch Analysten welche den Marktwert von Web.de exorbitant hoch einstuften, weil sie sich die Web-Adresse web.de gesichert hatten.

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