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Hemdenhersteller Olymp blickt mit Sorge nach Russland

Die Spannungen zwischen Europa und dem wichtigsten Exportmarkt Russland bereiten dem Hemdenhersteller Olymp erhebliche Sorgen. Dabei behauptet sich die schwäbische Firma recht erfolgreich im schrumpfenden Hemdenmarkt.
26.07.2014 - 10:18 Uhr Kommentieren
Der Hemdenhersteller Olymp steht zwar vergleichsweise gut da, leidet aber unter der Russlandkrise. Quelle: dpa

Der Hemdenhersteller Olymp steht zwar vergleichsweise gut da, leidet aber unter der Russlandkrise.

(Foto: dpa)

Bietigheim-Bissingen Der Hemdenhersteller Olymp verfolgt mit Sorge die Spannungen zwischen Russland und der Europäischen Union. „Russland ist unser wichtigster Exportmarkt“, sagte Olymp-Chef Mark Bezner. Gut 18 Prozent der Exporte gingen in das Land. Die Sanktionen der EU spielten zwar noch keine Rolle. Schon zu Jahresbeginn habe Olymp aber die Abwertung des Rubels zu schaffen gemacht, sagte Bezner. „Allgemein leidet das Geschäftsklima unter dem Konflikt mit der Ukraine.“

Vor allem Maschinenbauer klagten zuletzt über Verzögerungen bei Ausfuhrgenehmigungen. Der DIHK erwartet in Folge der EU-Sanktionen einen Rückgang des Exports nach Russland um 10 Prozent in diesem Jahr. „Wir hoffen, dass nicht über ein generelles Exportembargo diskutiert wird“, sagte Bezner. Üblicherweise sei davon aber zunächst die High-Tech-Branche betroffen.

Bislang lief es für den Hemdenhersteller in diesem Jahr nicht schlecht: Olymp hatte im ersten Halbjahr dank seines relativ neuen Angebots von Freizeit-Hemden und Strickwaren seine Umsätze um 9,7 Prozent auf 104,8 Millionen Euro gesteigert. Damit stemmt sich der Hemdenhersteller gegen den zuletzt stagnierenden Textilmarkt und schlägt sich besser als Konkurrenten wie Seidensticker. Der Hemdenmarkt war in den vergangenen Jahren geschrumpft.

Trotzdem konnte Olymp seine Umsätze zuletzt kontinuierlich steigern. Auch dieses Jahr rechnet Bezner mit einem Umsatzplus im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie erwartet 2014 lediglich ein Umsatzplus von 1,8 Prozent.

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    Olymp macht nur etwa 50 Prozent seiner Umsätze mit langfristigen Bestellungen, der Rest ist Sofortgeschäft, dass kurzfristigen Schwankungen wie dem Wetter oder der Stimmung unter den Verbrauchern unterworfen ist. Seinen Gewinn weist Olymp nicht aus.

    Das Wachstum soll zunächst aus eigener Kraft kommen. Olymp hatte 2010 den Strickwaren-Spezialisten März übernommen. Obwohl das klassische Oberhemd nach wie vor den Großteil der Erlöse bringt, entwickelt sich das Geschäft mit Freizeitmode wie T-Shirts, Poloshirts und Pullovern inzwischen zum Umsatztreiber. „Da haben wir sehr großes Potenzial“, sagte Bezner.

    • dpa
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