Henkel mit Rekordjahr Van Bylen beglückt mit höherer Dividende

Der Konsumgüterkonzern Henkel verzeichnet ein Rekordjahr. Dank Zukäufen und gutem Geschäft mit Waschmitteln konnten die Düsseldorfer Umsatz wie Gewinn deutlich steigern. Aktionäre freuen sich über eine höhere Dividende.
Update: 23.02.2017 - 08:56 Uhr 1 Kommentar
Das Waschmittel-Geschäft hält den Konsumgüterriesen auf Kurs. Quelle: dpa
Henkel

Das Waschmittel-Geschäft hält den Konsumgüterriesen auf Kurs.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer neue Henkel-Chef Hans Van Bylen umgarnt die Aktionäre des Konsumgüterkonzerns nach einem Rekordjahr mit einer deutlich höheren Dividende. Für das vergangene Geschäftsjahr 2016 schüttet Henkel je Vorzugsaktie 1,62 (Vorjahr: 1,47) Euro aus, je Stammaktie sind es 1,60 (1,45) Euro. 2016 sei ein „sehr erfolgreiches Jahr für Henkel“ gewesen, bilanzierte Van Bylen am Donnerstag.

Im laufenden Jahr erwartet der belgische Manager ein „weiter sehr unsicheres und volatiles Marktumfeld“. Den Umsatz will Henkel ohne Zukäufe um zwei bis vier Prozent nach oben schrauben. Bei der bereinigten Ebit-Marge legt Van Bylen die Latte nicht deutlich höher: Sie soll von 16,9 Prozent im vergangenen Jahr auf „mehr als 17,0 Prozent“ steigen. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll zwischen sieben und neun Prozent steigen.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Im vierten Quartal hatte der Hersteller von Pritt und Persil den Gewinn stärker als von Analysten erwartet steigern können. Der Umsatz legte auf 4,856 (4,37) Milliarden Euro zu. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) kletterte auf 765 (Vorjahr: 670) Millionen Euro, vor allem die Waschmittelsparte konnte zulegen. Analysten hatten einen Umsatz von 4,823 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 742 Millionen Euro prognostiziert.

Van Bylen hatte Anfang Mai das Ruder bei Henkel übernommen, sein Vorgänger Kasper Rorsted hatte den Konzern auf Profit getrimmt. Van Bylen hat bereits Ziele für die Zeit bis 2020 ausgegeben. Er will den Internet-Handel ausbauen und auf die Kernmarken des Düsseldorfer Konsumgüterriesen setzen.

Waschen, pflegen, kleben - die Henkel-Welt
Henkel
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Von Düsseldorf aus in die ganze Welt: die Konzenzentrale von oben. Persil kennt in Deutscher praktisch jeder. Doch zu dem Dax-Konzern gehört noch viel mehr ...

Drei Henkel-Welten
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Der Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie Klebstoff-Technologien. Während die Wasch- und Reinigungssparte Henkels Traditionsfeld ist, macht der Konzern den Löwenanteil seines Umsatzes mittlerweile mit seinen Klebstoffen.

Waschen
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Die bekanntesten Waschmittel von Henkel: Persil, Perwoll, Weißer Riese und Spee. Die Traditionsmarke Persil ist eines der Aushängeschilder des Unternehmens und landet bei Verbraucher- und Markenauszeichnungen der Konsumgüterbranche regelmäßig auf Spitzenplätzen.

Spülen
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Die Spülmittel aus dem Hause Henkel heißen Pril und Somat.

Putzen
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Auch die Putzmittel-Klassiker Ata, Biff, Der General, Sidolin, WC Frisch und WC Ente stammen vom Düsseldorfer Konzern.

Haarpflege
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Der zweite Geschäftsbereich umfasst Kosmetik und Körperpflegeprodukte. Die Dauerbrenner in diesem Bereich: Haarpflegeprodukte von Schwarzkopf, mit den Submarken Gliss Kur, Poly Kur und Taft sowie Schauma.

Körperpflege
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Was den Bereich Körper- und Hautpflege angeht, ist Henkel in den Drogerieregalen mit dem Deo Bac, dem Duschgel Fa, den Hautpflegeserien Aok und Diadermine sowie der Zahncreme Theramed gut vertreten.

Der Belgier hatte angekündigt, den digital erzielten Umsatz bis 2020 auf mehr als vier Milliarden Euro zu verdoppeln. Zudem wollen die Düsseldorfer noch stärker auf ihre Kernmarken setzen: Der Umsatz mit Loctite, Schwarzkopf oder Pril soll gesteigert werden, der Anteil der zehn größten Marken am Gesamtumsatz solle bis 2020 auf 75 Prozent steigen.

In die Konsumgüterbranche war zuletzt Bewegung gekommen. Kraft Heinz hatte vergeblich versucht, Unilever zu schlucken. Auch auf Aktien der deutschen Konsumgüterkonzerne Henkel und Beiersdorf hatten sich die Spekulationen um Übernahmen ausgewirkt.

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