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Hoffnung auf Synergien Telekom Austria legt Sparten zusammen

Einen Tag vor Vorlage ihrer Bilanzdaten hat die Telekom Austria einen Strategieschwenk angekündigt. Das Unternehmen wird die Festnetz- mit der Mobilfunksparte verschmelzen. Das Unternehmen erhofft sich Einsparungen durch den Schritt, den Konkurrenten bereits vollzogen haben.
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HB WIEN. Die Telekom Austria führt ihr Festnetz- mit dem Mobilfunkgeschäft im Inland zusammen und will damit von 2012 an Synergien schöpfen. Vorerst kostet die neue Struktur aber Geld. 2010 werde daher der Cash Flow um 80 Millionen Euro geringer ausfallen, kündigte das Unternehmen am Dienstag neue Belastungen für das laufende Jahr an.

Erst im Dezember hatte die TA die Prognose für 2010 stark zurückgenommen und damit den Markt verschreckt. Die Erholung in Osteuropa werde nur zögerlich sein und der Preisdruck daher anhalten, hieß es damals. Eine neue Prognose für das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda), legte die TA am Dienstag aber nicht vor. Im Dezember hat die TA die Latte für das Ebitda bei 1,6 Milliarden Euro gelegt.

Den Aktionären versicherte die TA aber erneut, man wolle in den nächsten Jahren dennoch zumindest immer 0,75 Euro je Aktie an Dividende ausschütten.

Die TA reagiert mit der Zusammenführung auf den steigenden Kostendruck im umkämpften inländischen Markt. Dieser Schritt wurde von Swisscom vor wenigen Jahren vollzogen, von der Deutschen Telekom erst vor rund einem Jahr.

Kunden fragten verstärkt Bündelprodukte, also Festnetz-, Mobilfunk- und Internetdienste aus einer Hand nach, begründete die TA in ihrer Mitteilung die Zusammenführung. Der Vertrieb soll effizienter und damit zusätzlicher Umsatz generiert werden. Die neue Struktur soll 2010 umgesetzt werden.

Mittelfristig verspricht sich die TA dadurch mehr Ertrag. Erste positive Effekte erwarte man 2012. Nach weiteren zwei bis drei Jahren soll der Cash Flow dann jährlich um rund 100 Millionen Euro höher ausfallen. 2009 erwartet der Konzern einen Cash Flow von rund 1,1 Milliarden Euro.

Die Anlaufkosten für die neue Struktur würden sich über mehrere Jahre verteilen. In diesem Jahr wird die Umsetzung jedenfalls 80 Millionen Euro kosten.

Österreich gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Mobilfunktarifen in Europa. Zudem hat das Festnetz in den vergangenen Jahren massiv Marktanteile in der Sprachtelefonie verloren. Voriges Jahr spürte die TA auch die Wirtschaftskrise bei ihren osteuropäischen Töchtern. Sie musste die Beteiligungen in Weißrussland und Serbien abwerten.

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