Hohe Sanierungskosten Rhön-Klinikum senkt erneut seine Gewinnziele

Die Sanierung der Uni-Klinik Marburg und Gießen drückt bei dem Krankenhauskonzern auf den Gewinn. Die geplatzte Übernahme durch Fresenius tut ihr übriges. Für das Gesamtjahr senkt der Konzern daher erneut seine Prognose.
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Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG. Quelle: dpa

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie anhaltenden Probleme mit der Uni-Klinik Gießen und Marburg zwingen den Krankhauskonzern Rhön-Klinikum zu einer erneuten Senkung seiner Gewinnziele. Wegen der Sanierung des Uniklinikums werde der Konzerngewinn 2012 voraussichtlich nur noch bei 95 Millionen Euro liegen, teilte der im Nebenwerteindex MDax gelistete Krankenhausbetreiber am Dienstag nach Börsenschluss mit. Ende Juli war Rhön-Klinikum noch von einem Nettogewinn von rund 117 Millionen Euro ausgegangen. In den ersten neun Monaten belief sich der Überschuss auf etwa 70 Millionen Euro.

Rhön-Klinikum machte für die Gewinnwarnung die schwächeren Aussichten für die Uni-Klinik Gießen und Marburg verantwortlich. Zudem hätten Kosten für externe Berater, die einen Sanierungsplan für die Uni-Klinik ausgearbeitet hätten, zu Buche geschlagen. Auch die im Sommer geplatzte Übernahme durch den Gesundheitskonzern Fresenius belastet die Bilanz.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) dürfte sich im Gesamtjahr nunmehr noch auf 295 Millionen Euro belaufen, nachdem das Management zuletzt noch 315 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte. Beim Umsatz erwartet Rhön-Klinikum weiterhin 2,85 Milliarden Euro. Von den genannten Zielen könnte der Umsatz um 2,5 Prozent und die Gewinnkennzahlen um jeweils fünf Prozent nach oben oder nach unten abweichen, hieß es. Den detaillierten Quartalsabschluss will das Unternehmen am Donnerstag vorlegen.

Die Uni-Klinik Marburg und Gießen war unter anderem wegen eines Streits mit Arbeitnehmern wegen Kostensenkungen und Stellenstreichungen in die Schlagzeilen geraten. Rhön-Klinikum hatte die Universitätskrankenhäuser 2006 übernommen.

 
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