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Hoher Verlust Uber verbrennt weiter viel Geld

Die gute Nachricht für Uber: Der Fahrdienstvermittler reduziert seine Verluste deutlich. Doch noch immer verbrennt das umstrittene Start-up über 700 Millionen Dollar im Quartal. Und ein weiterer Top-Manager steigt aus.
01.06.2017 Update: 01.06.2017 - 09:23 Uhr Kommentieren
Der Fahrdienstvermittler macht weiter hohe Verluste, der Umsatz steigt jedoch deutlich. Quelle: Reuters
Uber-App

Der Fahrdienstvermittler macht weiter hohe Verluste, der Umsatz steigt jedoch deutlich.

(Foto: Reuters)

New York Der Fahrdienstvermittler Uber hat seinen Verlust im ersten Quartal des Jahres verringert. Verglichen mit dem Vorquartal sank das Minus von 991 auf 708 Millionen Dollar (630 Millionen Euro). Der Umsatz stieg demnach um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Vergleichswerte für den Vorjahreszeitraum lieferte die Firma nicht.

Uber muss zwar als nicht an der Börse notierte Firma keine Zahlen veröffentlichen, fing aber im Frühjahr damit an, einige Eckdaten preiszugeben. Vergleichswerte für den Vorjahreszeitraum lieferte das Unternehmen aber weiterhin nicht. Uber wurde von Investoren in jüngsten Finanzierungsrunden laut Medienberichten mit mehr als 70 Milliarden Dollar bewertet.

Die rasante internationale Expansion von Uber war schon immer mit hohen Kosten verbunden – und einige Branchenbeobachter zweifeln daran, ob Uber mit seinem Geschäftsmodell überhaupt profitabel sein kann. Allein in China soll die Firma eine Milliarde Dollar im Wettbewerb mit dem lokalen Rivalen Didi Chuxing verbrannt haben, an den schließlich das dortige Geschäft abgegeben wurde.

Uber erklärte dem „Wall Street Journal“, man habe nach wie vor noch 7,2 Milliarden Dollar in der Kasse. „Die Reduzierung der Verluste im ersten Quartal bringt und auf guten Kurs zur Profitabilität“, sagte eine Sprecherin der Zeitung. Der Fahrdienst-Vermittler hatte sich von Investoren und durch Kredite insgesamt 15 Milliarden Dollar besorgt, soviel wie keine anderes Start-up zuvor.

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    Zuletzt geriet das wegen seiner aggressiven Firmenkultur und Wachstumsstrategie ohnehin umstrittene Unternehmen wegen verschiedener rechtlicher Konflikte und Sexismus-Vorwürfen immer stärker in die Kritik. Mitgründer und Chef Travis Kalanick musste versprechen, erwachsener zu agieren, nachdem das Video seiner hitzigen Diskussion mit einem Uber-Fahrer veröffentlicht wurde. An Fahrer in New York muss Uber Millionen nachzahlen, weil der Anteil des Fahrdienst-Vermittlers jahrelang zu hoch berechnet wurde. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber in einer Klage vor, bei ihr gestohlene Roboterwagen-Technologie zu nutzen.

    Das sind die wertvollsten Start-ups der Welt
    Platz 17: Spotify
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    Eines der wertvollsten Start-ups der Welt wird in diesem Jahr wohl die Rangliste verlassen. Der Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Derzeit wird das Unternehmen aus Schweden mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet, ein Börsengang könnte die Bewertung auf bis zu 20 Milliarden steigern. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.

    Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

    (Foto: dpa)
    Platz 16. Theranos
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    Mit nur 19 Jahren gründete Elizabeth Holmes (Bild) im Jahr 2003 die Firma Theranos. Mit einem kleinen Piekser in den Finger sollten innovative Technologien zuverlässige günstige Bluttests liefern. Doch dann wurden immer mehr Probleme mit den Bluttests bekannt. Ergebnisse wurden angezweifelt und letztlich als fehlerhaft zurückgezogen. 2017 konnte Theranos die folgenden Rechtstreite aber beilegen. Die letzte Finanzierungsrunde, die vor dem Skandal stattfand, bewertete das Unternehmen mit 9 Milliarden Dollar.

    (Foto: AP)
    Platz 15: Stripe
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    Die irischen Brüder Patrick (links) und John Collison gründeten 2009 das Start-up Stripe. Die Software-Plattform will Online-Zahlungsabwicklungen erleichtern und verarbeitet jährlich für Unternehmen in 25 Ländern Beträge in Milliardenhöhe. Selbst ist das Jungunternehmen 9,2 Milliarden Dollar wert.

    (Foto: Stripe)
    Platz 14: DJI
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    Frank Wang hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und sogar noch weiterentwickelt: Als er noch klein war, träumte er von einem Modell-Helikopter - als er einen besaß, crashte er ihn schnell. Doch er hielt an seinem Traum fest und gründete 2006 DJI, ein mittlerweile 10 Milliarden Dollar schweres Unternehmen, das Drohnen herstellt und verkauft. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Chinesen.

    (Foto: dpa)
    Platz 13: Dropbox
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    Wer hat noch keine Dateien per Dropbox verschickt? Das Start-up bietet eine Freigabe- und Speicherlösung von kleinen und großen Dateien. Drew Houston schrieb 2007 den ersten Softwarecode für Dropbox während einer Busfahrt von Boston nach New York. Mittlerweile nutzen über eine halbe Milliarde Menschen weltweit Dropbox. Das Unternehmen ist derzeit 10 Milliarden Dollar wert. Experten erwarten, dass bald ein Börsengang angekündigt wird.

    (Foto: Reuters)
    Platz 12: Lyft
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    Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

    (Foto: AP)
    Platz 11: Flipkart
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    Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

    (Foto: Reuters)

    Vor diesem Hintergrund muss Uber immer mehr Manager-Posten neu besetzen. So wird seit Monaten nach einer „starken Nummer zwei“ für Kalanick gesucht. Der Chef des Roboterwagen-Programms, Anthony Levandowski, der früher bei Google war und Uber die Waymo-Klage erst einbrockte, wurde diese Woche gefeuert. Und der New Yorker Regionalchef Josh Mohrer kündigte jüngst.

    Die Firma ließ das „Wall Street Journal“ nun wissen, dass Gautam Gupta, der bislang für die Finanzen zuständig ist, im Juli zu einem anderen Start-up aus San Francisco wechseln werde. Die Firma hatte den Posten des Finanzchefs offengelassen, seit Brent Callinicos zum Start-up Hyperloop One ging. Dem Blatt zufolge hat Uber in diesem Jahr bereits über ein Dutzend Führungskräfte verloren oder gefeuert.

    • dpa
    • rtr
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