Hudson's Bay kauft Warenhauskette Neuer Kaufhof-Eigentümer umwirbt Mitarbeiter

Mit Skepsis blickten die Arbeitnehmer auf das Gebot von Hudson's Bay für Kaufhof. Der neue Eigentümer versucht, die Vorbehalte zu zerstreuen – und deutet Neueinstellungen an. Karstadt-Eigentümer Benko hingegen schmollt.
Update: 15.06.2015 - 16:42 Uhr Kommentieren
„Wir arbeiten daran (...) noch mehr Mitarbeiter an Bord zunehmen“. Quelle: dpa
Richard Baker (r.) und Metro-Chef Olaf Koch

„Wir arbeiten daran (...) noch mehr Mitarbeiter an Bord zunehmen“.

(Foto: dpa)

KölnDer neue Kaufhof-Eigentümer kommt aus Kanada. Für gut 2,8 Milliarden Euro übernimmt die Hudson's Bay Company die deutsche Warenahuskette. Bei einer Pressekonferenz in Köln unterstrich Hudson's-Bay-Spitzenmanager Richard Baker die Zusagen des Unternehmens für Standorte und Beschäftigte. „Wir haben keinerlei Pläne, Geschäfte zu schließen. Wir haben uns zudem festgelegt, die Zahl der Mitarbeiter nicht zu senken“, betonte er.

Der neue Kaufhof-Besitzer Hudson's Bay mit Hauptsitz in Toronto wolle die Mitarbeiterzahl eher erhöhen als verringern. „Wir arbeiten daran, ein noch größeres Mitarbeitervolumen zu schaffen und noch mehr Mitarbeiter an Bord zunehmen“, sagte Baker.

Wir fordern eine Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigten. Es darf nicht wieder darum gehen, dass ein Investor nur Häuser und Standorte schließen will, um das schnelle Geld auf Kosten der Beschäftigen zu machen“, sagte der Bundesvorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, dem Handelsblatt.

Verdi pochte ebenfalls auf rechtsverbindliche Verträge zur Standort- und Beschäftigungssicherung. Die Ansprüche der Mitarbeiter müssten nun durch Tarifverträge mit der Gewerkschaft abgesichert werden. Dabei begrüße man ausdrücklich die offenbar vertraglich vereinbarten Zusicherungen für Standorte und Beschäftigte.

Hudson's Bay hat dabei den Beschäftigten umfangreiche Garantien gegeben: Der Konzern wolle über drei Jahre keine Warenhäuser schließen oder Beschäftigte abbauen, sagte Baker. Sein Unternehmen habe in den Verhandlungen zur Übernahme entsprechende Zusagen gemacht.

„Der Verkauf bietet die Chance, dass die Beschäftigten nach jahrelangen Spekulationen um die Zukunft von Kaufhof jetzt eine klare Perspektive erhalten“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger laut einer Mitteilung.

Der beschlossene Verkauf der Warenhaustochter wurde von den Metro-Aktionären dagegen mit Ernüchterung aufgenommen. Der Kurs der Aktie ging bis zum Montagmittag um mehr als vier Prozent zurück. Einige Anleger hätten wohl auf einen höheren Verkaufspreis bei der Übernahme von Kaufhof gehofft, sagte ein Händler.

Benko-Holding: „Historische Chance verpasst“
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