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Hugo Boss Langer stellt Anleger auf die Geduldsprobe

Die Anleger von Hugo Boss brauchen viel Geduld. Der Modekonzern rechnet erst 2018 mit Wachstum. Bei seiner neuen Strategie will sich Boss-Chef Mark Langer auf zwei Marken konzentrieren – und die Anzugpreise erhöhen.
16.11.2016 Update: 16.11.2016 - 12:15 Uhr 1 Kommentar
Der Boss-Chef will das Geschäft künftig auf zwei Marken konzentrieren. Quelle: Andy Ridder für Handelsblatt
Mark Langer

Der Boss-Chef will das Geschäft künftig auf zwei Marken konzentrieren.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)

Stuttgart Bei Deutschlands größtem Modekonzern Hugo Boss ist vor allem Geduld angesagt. Anlässlich der Investorenkonferenz am Mittwoch kündigte der neue Vorstandschef Mark Langer an, dass 2017 ein Jahr der Stabilisierung werde. Richtig los soll es dann erst im Jahr darauf gehen.

„Der Großteil der strategischen Veränderungen wird im Jahr 2018 wirksam werden. Hugo Boss wird daher voraussichtlich 2018 auf den Wachstumspfad zurückkehren“, vertröstet Langer die Anleger. Die Reaktion kam prompt. Der Kurs der Boss-Aktie fiel am Morgen um knapp zwei Prozent auf 59,78 Euro.

Langer, der im Mai überraschend den Vorstandsvorsitz bei Hugo Boss übernahm, blieb in einer Telefonkonferenz manche Antwort schuldig. So legte er keine Zahlen für die Mittelfristplanung vor, anders als sein Vorgänger Claus-Dietrich Lahrs. Der musste im Februar abtreten, weil er seine Prognosen nicht einhalten konnte. „Wir werden uns zu unseren Zielen für 2017 zur Bilanzpressekonferenz im nächsten Jahr äußern“, sagte Langer. Auch zur Entwicklung des Filialgeschäfts wollte er sich nicht auf eine Zielgröße für die nächsten Jahre festlegen. Er wiederholte nur, die Expansion des Ladennetzes deutlich zu verlangsamen. Er will statt dessen lieber in die Modernisierung vorhandener Stores investieren.

Langer verlangt den Anlegern schon einiges ab. Sie sollen zwei Jahre warten, bis er den Konzern wieder aufgestellt hat. Unrentable Geschäfte will er schließen und gleichzeitig die Einstiegspreise bei Anzügen auf 500 Euro anheben. Auf Kritik daran, dass die Neuausrichtung von Boss zu lange dauert, antwortete er damit, „dass Boss derzeit auf sehr vielen Gebieten mit hoher Geschwindigkeit arbeitet“.

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    Kleider machen Milliardäre
    Platz 10: Burberry
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    Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

    Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

    *Geschäftsjahr 2014/15

    Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

    (Foto: Reuters)
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    Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

    Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

    (Foto: Reuters)
    Platz 8: Next
    3 von 10

    Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

    Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

    (Foto: Screenshot)
    Platz 7: C&A
    4 von 10

    Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

    Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

    (Foto: dapd)
    Platz 6: Primark
    5 von 10

    Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

    Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

    (Foto: dpa)
    Platz 5: Kering
    6 von 10

    Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

    Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

    (Foto: Reuters)
    Platz 4: Christian Dior
    7 von 10

    Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

    Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

    (Foto: dpa)

    Bei der Vorstellung seiner Strategie kündigte Langer an, das Geschäft künftig auf zwei Marken zu konzentrieren: eine für gehobene Premiummode (Boss) und eine für trendbewusstere Kunden (Hugo). Im Handelsblatt-Interview hatte Langer bereits angekündigt, dass etwas mit den Marken Boss Orange und Boss Green passieren werden. Sie verlieren jetzt ihre Eigenständigkeit. Beide Linien werden in die Kernmarke Boss integriert, „um dem Boss-Kunden über alle Trageanlässe ein konsistentes Markenerlebnis zu bieten“, teilte das Unternehmen mit. Das spart vor allem Marketingkosten.

    Boss-Anzüge werden teurer
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    Mehr zu: Hugo Boss - Langer stellt Anleger auf die Geduldsprobe
    1 Kommentar zu "Hugo Boss: Langer stellt Anleger auf die Geduldsprobe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

      Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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