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Hummel Produzent von Porzellanfiguren meldet Insolvenz an

Die Hummel Manufaktur in Rödental hat Insolvenz angemeldet. Zahlungsschwierigkeiten haben den Hersteller der weltberühmten Porzellanfiguren zu diesem Schritt gezwungen. Die Produktion läuft derzeit normal weiter.
28.09.2017 Update: 28.09.2017 - 15:59 Uhr Kommentieren
Die Hummel-Porzellanfiguren gelten bei Sammlern und Käufern als Symbol für eine heile Welt. Quelle: dpa
Hummel-Figuren

Die Hummel-Porzellanfiguren gelten bei Sammlern und Käufern als Symbol für eine heile Welt.

(Foto: dpa)

Rödental Der Hersteller der weltberühmten Hummel-Figuren ist ein weiteres Mal insolvent. Grund sind Zahlungsschwierigkeiten, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus-Christof Ehrlicher mitteilte. Das Amtsgericht Coburg bestätigte am Donnerstag den Eingang des Insolvenzantrags. Damit ist das kleine oberfränkische Unternehmen zum dritten Mal seit der Jahrtausendwende in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Produktion der bei Liebhabern und Sammlern auf der ganzen Welt beliebten Porzellanfiguren soll aber nicht ins Stocken geraten.

Das Unternehmen beschäftigt nach Ehrlichers Angaben 70 Mitarbeiter, die Produktion gehe derzeit normal weiter. Erste Interessenten hätten bereits Kontakt mit ihm aufgenommen.

Die Hummel-Figuren, die auf Entwürfe der Nonne Maria Innocentia Hummel zurückgehen, werden seit 1935 hergestellt und verkörpern eine heile ländliche Welt. Sie starb bereits 1946 und erlebte den großen internationalen Erfolg nicht mehr. Kritiker halten die Figuren seit jeher für süßlichen Kitsch, doch auch heute gibt es noch eine internationale Fangemeinde, vor allem in den USA gelten die Hummel-Figuren als ebenso deutsch wie Kuckucksuhren.

Das Geschäft mit den Porzellanfiguren aber ist sehr schwierig geworden. Der ursprüngliche Hersteller Goebel beschäftigte in der Blütezeit mehr als 1600 Mitarbeiter, nach der Jahrtausendwende aber ging es steil bergab. 2006 kam der erste Insolvenzantrag, 2008 wurde die Produktion eingestellt. 2009 wurde die Manufaktur übernommen und die Herstellung in kleinerem Maßstab wiederaufgenommen, bis 2013 der zweite Insolvenzantrag folgte. Seit 2015 ist ein US-Investor Mehrheitsgesellschafter, nun folgte der neuerliche Insolvenzantrag.

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