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IATA-Prognose Europas Airlines rutschen tiefer in die Krise

Weltweit erholt sich die Luftfahrt langsam von der Krise, nur in Europa schreiben die Airlines weiter Milliardenverluste. Hohe Steuern und strenge Regulierung fressen die Profite auf. Die Gesellschaften müssen reagieren.
01.10.2012 - 12:12 Uhr 2 Kommentare
Für Europas Luftfahrtindustrie ist der Ausblick düster. Quelle: dapd

Für Europas Luftfahrtindustrie ist der Ausblick düster.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Die Sparanstrengungen der Fluggesellschaften zeigen erste Wirkung. Die Internationale Luftfahrtfahrt Organisation (IATA) hat ihren Ausblick angehoben und rechnet nun mit einem Gesamtgewinn von 4,1 Milliarden Dollar, bei einer Marge von 0,6 Prozent. Im Juni hatte IATA den Fluggesellschaften noch einen Gewinn von drei Milliarden Dollar vorhergesagt.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Gewinn aber immer noch deutlich geringer aus. 2011 hatten die Airlines einen Gesamtgewinn von 8,4 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Die Wirtschaftskrise sorgt vor allem im Cargo-Geschäft für ein enorm schwaches Wachstum von 0,4 Prozent. Das Passagiergeschäft soll um 5,3 Prozent zulegen, prognostiziert IATA.

Die Krise haben die Airlines damit noch lange nicht überstanden. Insbesondere die hohen Kerosinpreise hinterlassen mit zusätzlichen Kosten von einer Milliarde Dollar deutliche Spuren in den Bilanzen. Insgesamt beträgt die Spritrechnung der Luftfahrtbranche für 2012 rund 208 Milliarden Dollar. IATA rechnet mit Rohölpreise von durchschnittlich 110 Dollar pro Barrel.  

„Die Branche hat es durch Investitionen in neue Flotten, effizientere Prozesse und vorsichtiges Kapazitätsmanagement geschafft, sich zu konsolidieren”,  sagte IATA- Chef Tony Tyler. Grund zur Entwarnung seien die besseren Zahlen allerdings nicht. „Die Profitabilität steht immer noch auf des Messers Schneide, den die Margen decken die Kapitalkosten noch nicht ab”, so Tyler weiter.

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    Besonders die europäischen Airlines könnten noch tiefer in die Krise rutschen als bisher angenommen. Für Europa erwartet IATA einen Gesamtverlust von 1,2 Milliarden Dollar, bisher war ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar vorhergesagt worden. Die europäische Luftfahrt leide unter „hohen Steuern, ineffizienter Infrastruktur und belastender Regulierung“, so die Luftfahrt-Organisation. Auch 2013 seien in Europa darum keine Gewinne zu erwarten.

    Die beiden großen europäischen Airlines Air France-KLM und Deutsche Lufthansa hatten zuletzt umfangreiche Sparprogramme angekündigt. Auch British-Airways-Mutter IAG verhandelt mit der spanischen Tochter Iberia über ein massives Kürzungsprogramm.

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    2 Kommentare zu "IATA-Prognose: Europas Airlines rutschen tiefer in die Krise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Freunde,

      was soll das Lamentieren und der Geiz?

      Die flügellahmen europäischen Fluggesellschaften kann der ESM doch auch gleich mitretten.

      Die sind doch bestimmt systemrelevant und es würde zu einem Dominoeffekt führen, ließe man jetzt ein paar der Gesellschaften pleite gehen.

      Also, mal schön das Portemonnaie weit aufgemacht!

    • Preis eines LH Miles and More Fluges Frankfurt - Paris:

      30.000 Meilen + 135 € Gebühren und Steuern

      Preis eines Air France Flugs an den gleichen Tagen:

      95 €, davon 20 € für den Flug + 75 € für Gegühren u. Steuern.

      20 € für den Flug, hin und zurück. Was sagen denn die Wettbewerbshüter dazu. Wird die AirFrance so übermäßig subventioniert dass sie sich solche Bedingungen leisten kann?

      Zum Nachflugverbot in Frankfurt: wenn die FRAPORT und die LH auch nur Teile der Verluste in den privaten Immobilien erstatten müsste, dass würde die neue NW Landebahn sofort ein Milliardengrab. Bei so viel Fehlplanung kann man sich über Verluste nicht wundern, da ist die Konkurrenz erst mal aussen vor.

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