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Illegale Preisabsprachen Skandal um Bierkartell weitet sich aus

Die Preisabsprachen unter deutschen Bierherstellern scheinen ein weitaus größeres Ausmaß zu haben, als bislang angenommen. Das Bundeskartellamt vermutet, dass bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten manipuliert wird.
18.08.2013 - 17:01 Uhr 3 Kommentare
Bitburger Bier: Kartellabsprachen gingen wohl weiter länger als bislang angenommen Quelle: obs

Bitburger Bier: Kartellabsprachen gingen wohl weiter länger als bislang angenommen

(Foto: obs)

München Der Skandal um das größte deutsche Bierkartell weitet sich nach „Focus“-Informationen aus. Ermittlungsakten des Bundeskartellamts legten nahe, dass führende Brau-Multis seit knapp zwei Jahrzehnten illegale Preisabsprachen getroffen hätten, berichtete das Magazin am Sonntag vorab.

So habe etwa der Vertriebschef der Großbrauerei Veltins, Volker Kuhl, bei seiner Vernehmung am 31. Januar 2013 bei den Wettbewerbshütern eingeräumt, dass die Bierpreiserhöhungen in seiner 17 Jahre währenden Amtszeit immer folgendermaßen abgelaufen seien: „Die Premium-Marken haben sich als Nebenthema zu einem Treffen (Fasspfand, Marke und Verpackung etc.) oder telefonisch über eine Bierpreiserhöhung abgestimmt.“ Entsprechende Pläne hätten die Konzerne dann an die mittleren und kleineren Produzenten weitergegeben. „Dann ist es oftmals zu einer branchenweiten Bierpreiserhöhung gekommen.“

Ähnliches räumte laut „Focus“ auch die Bitburger-Gruppe ein. Die Aussagen stehen demnach im Anhörungsschreiben des Kartellamts an die beschuldigten elf Brauereien sowie die Spitzen des Brauereiverbandes NRW. Bisher war dem Bericht zufolge nur bekannt, dass die größten Bier-Konzerne hierzulande in den Jahren 2006 und 2008 bei den Flaschen- und Fassbierpreisen Absprachen getroffen haben sollen.

Die Kartellbehörden äußerten nach „Focus“-Informationen in ihrem mehr als 100-seitigen Ermittlungsbericht die Vermutung, dass die Preisabsprachen 2006 und 2008 „mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Spitze eines Eisbergs“ darstellten. Ein Sprecher der Bonner Wettbewerbskontrolleure wollte sich dem Magazin zufolge „im laufenden Verfahren dazu nicht äußern“.


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    3 Kommentare zu "Illegale Preisabsprachen: Skandal um Bierkartell weitet sich aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • und schon wieder wird geheuchelt oder halten wir nur bei der Milch zu den "armen Bauern". Die Preise für Bier sind in den letzten 10 Jahren nicht gestiegen. Bitte beachten Sie auch die Mengen, die nur über Preis-Aktionen verkauft werden (ca 70% aller Markenbiere)). Viele kleine Brauer stehen vor dem Ruin. Na denn.: PROST!

    • Warum so unzufrieden? Niemand zwingt Sie, das teure "Premium-Marken-Bier" zu trinken. Genießen Sie doch einfach Aldi Karlskrone oder Oettinger Bier. Billiger geht´s nimmer...

    • Wir werden seit Jahrzeiten doch nur verarscht. Preisabsprachen, Zinsabsprachen, Überwachung, Kartelle und mafiose Strukturen. Der Normalbürger hat so gut wie keinen Einfluss und wird gemolken. Es ist zum Kotzen!

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