Imperial Brands Gauloises-Hersteller trotzt dem Umbruch

Die Tabakbranche wird zunehmend unprofitabler. Imperial Brands schafft es dennoch im ersten Geschäftshalbjahr ein Umsatzplus vorzulegen. Der Gauloises-Hersteller will zudem neue Märkte erschließen.
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Der Gauloises-Hersteller profitiert vom schwachen Pfund. Quelle: dapd
Imperial Brands

Der Gauloises-Hersteller profitiert vom schwachen Pfund.

(Foto: dapd)

LondonDie Pfund-Schwäche hilft dem britischen Gauloises-Hersteller Imperial Brands in Zeiten des Branchenumbruchs. Belastungen durch sinkende Absätze und höhere Investitionen wurden im ersten Geschäftshalbjahr durch vorteilhafte Wechselkurseffekte wettgemacht. Wie der weltweite Branchenvierte am Mittwoch mitteilte, stieg der Umsatz im Tabakgeschäft um gut neun Prozent auf umgerechnet 4,4 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn um mehr als sechs Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Währungsbereinigt ergaben sich allerdings merkliche Rückgänge. Das britische Pfund hat im Zuge der Brexit-Entscheidungen kräftig an Wert verloren. Das erhöht den Wert im Ausland erzielter Erlöse und macht britische Produkte dort günstiger.

Wofür die Europäer am meisten ausgeben
Platz 10: Hosen (Damen)
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Mode geht immer: Im Jahr 2016 liegt der Umsatz mit Hosen und Jeans aus dem Bereich Damenbekleidung in Europa bei insgesamt 30,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Herren kommen nur auf einen Umsatz von 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: statista.com. Die Rangfolge beruht auf den Daten des Statista Consumer Market Outlook und zeigt die Anteile der wichtigsten Produktkategorien am gesamteuropäischen Inlandsangebot von Fast Moving Consumer Goods und Bekleidung.

Platz 9: T-Shirts und Unterhemden
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Laut der Studie lassen sich die Männer und Frauen aus Europa T-Shirts und Unterhemden jährlich um die 32,4 Milliarden Euro kosten. Der Wachstum in diesem Markt fällt allerdings zurück.

Platz 8: Brot
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Deutsches Brot ist weltweit beliebt, seit 2011 befindet es sich auf dem Weg, zum Weltkulturerbe der Unesco zu werden. Europaweit wird in 2016 Brot in einem Gesamtwert von 34,6 Milliarden Euro gekauft.

Platz 7: Tafelwein
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Laut Statista wurden im vergangenen Jahr allein in Italien rund 20,5 Millionen Hektoliter Wein getrunken. In Europa wird in diesem Jahr Wein im Gesamtwert von 38,9 Milliarden Euro gekauft. Außerdem auf Platz sieben: Lederschuhe.

Platz 6: Käse
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Käse oder Wurst? Die Europäer mögen lieber das Milcherzeugnis. 39,2 Milliarden Euro geben sie dafür im Jahr 2016 aus, für Wurst nur 31 Milliarden.

Platz 5: Aufschnitt, Braten und Fleischwaren
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Dafür schlagen sie beim Fleisch zu: 46,7 Milliarden Euro beträgt der Umsatz in diesem Bereich (ohne Wurstwaren, Schinken und Speck).

Platz 4: salzige und süße Kuchen und Gebäcke
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Nach herzhaft kommt süß – oder in diesem Fall davor, denn Kuchen und Gebäck schaffen es auf Platz 4. 48,8 Milliarden Euro geben die Europäer für die Leckereien aus.

Die Tabakbranche befindet sich im Wandel. Zunehmendes Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher und eine strengere Regulierung schmälern die Nachfrage. Um das Rauchen einzudämmen, haben Länder wie Frankreich, Großbritannien und Australien etwa Einheitsverpackungen ohne Markenlogos beschlossen. Die Hersteller stellen sich um und konzentrieren sich verstärkt auf den Markt für E-Zigaretten. Imperial testet zudem Produkte, die Koffein statt Nikotin enthalten. Der Konzern will in diesem Jahr umgerechnet 355 Millionen Euro ausgeben, um den Vertrieb zu stärken und sein Markenangebot zu verschlanken.

In der Zigarettenindustrie entsteht derzeit ein neuer Marktführer: Der britische „Lucky Strike“-Hersteller BAT übernimmt für fast 50 Milliarden Dollar den amerikanischen „Camel“-Produzenten Reynolds. Experten halten angesichts des schwierigen Geschäftsumfelds weitere Fusionen für möglich.

  • rtr
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