Inditex steigert Umsatz Zara-Mutter verkauft mehr Pullis und Parkas

Neueröffnungen und eine stärker Verzahnung von Filialen und Online-Geschäft haben Inditex ein deutliches Umsatzplus gebracht. Auch der Gewinn legte beim Mutterkonzern von Zara und Massimo Dutti zu.
Update: 13.12.2017 - 10:55 Uhr Kommentieren
Der Mutterkonzern Inditex ist einer der weltweit größten Textileinzelhändler. Quelle: Reuters
Zara-Filiale in Barcelona

Der Mutterkonzern Inditex ist einer der weltweit größten Textileinzelhändler.

(Foto: Reuters)

ArteixoDer Textileinzelhändler Inditex hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 von Neueröffnungen und einer stärkeren Verzahnung seiner stationären Geschäfte mit dem Onlinehandel profitiert. Der spanische Zara-Mutterkonzern investierte zuletzt stark in Technologie, aber auch in Neueröffnungen oder Modernisierungen. Zudem experimentiert der Konzern mit Lieferungen am gleichen oder am nächsten Tag.

So stieg der Umsatz im Berichtszeitraum per Ende Oktober um 10 Prozent auf fast 18 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich verdiente Inditex mit 2,3 Milliarden Euro 6 Prozent mehr. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Textileinzelhändler.

Damit schneidet Inditex besser ab als der größte Konkurrent H&M, der stärkere Probleme mit dem Wettbewerb durch reine Online-Händler wie Zalando und Asos hat und dessen Gewinn zuletzt rückläufig war. H&M gibt am Freitag Einblick ins abgelaufene Quartal.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

Platz 9: Prada Group
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Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

Platz 8: Next
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Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

Platz 7: C&A
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Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

Platz 6: Primark
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Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

Platz 5: Kering
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Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

Angesichts der zuletzt kühleren Temperaturen profitierte der Inditex-Konzern, zu dem neben Zara die Modemarken Bershka, Oysho und Massimo Dutti gehören, von der gestiegenen Nachfrage nach Pullovern und Parkas. Die Inditex-Aktie zog in Madrid um mehr als drei Prozent an.

Die Spanier setzen sich von Rivalen wie H&M dadurch ab, dass sie einen großen Teil ihrer Kollektionen in Europa fertigen lassen. Dadurch kann der Konzern schneller auf wechselnde Trends und Wetterlagen reagieren, ist allerdings auch abhängiger von Währungsschwankungen. Inditex erlöst mehr als die Hälfte seiner Umsätze außerhalb der Euro-Zone.

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