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Infrastruktur Deutsche Bahn will mehr Geld für Regionalnetze

Die Bahn will offenbar mehr in die Regionalnetze auf dem Land investieren. Zu lange habe man sich auf die Ballungszentren konzentriert.
Update: 17.02.2019 - 11:28 Uhr Kommentieren
Das Staatsunternehmen dränge bei Verhandlungen mit dem Bund auf ein „Ergänzungspaket Regionalnetze“. Quelle: dpa
Regionalzug am Hauptbahnhof in Halle/Saale

Das Staatsunternehmen dränge bei Verhandlungen mit dem Bund auf ein „Ergänzungspaket Regionalnetze“.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutsche Bahn will einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge mehr Geld ins Regionalnetz stecken. Bei den Verhandlungen mit dem Bund dränge das Staatsunternehmen auf ein „Ergänzungspaket Regionalnetze“, um den ländlichen Raum zu stärken, so das Blatt, das sich auf einen Konzernbericht beruft. Demnach hat die Bahn die Regionalnetze jahrelang zulasten der Ballungszentren vernachlässigt. Ein Bahnsprecher wollte sich am Sonntag auf Anfrage nicht zu internen Unterlagen äußern.

Er sagte, es sei klar, dass Bahn und Bund seit Jahren erhebliche Anstrengungen unternehmen würden, um den Investitionsstau aufzulösen. Das gelte sowohl für das sogenannte Fern- und Ballungsnetz als auch für die Regionalnetze. „Ein Beispiel dafür ist die Sanierung von 875 Brücken, die Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird“, sagte der Sprecher.

„Darüber hinaus sind wir in guten Gesprächen mit dem Bund über die zukünftige Finanzierung des bestehenden Netzes.“ Dabei geht es um die Jahre 2020 bis 2024. Die aktuelle Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung läuft zum Jahresende aus.

SPD-Bahnexperte Martin Burkert sagte der „BamS“: „Das Land wurde zu lange vernachlässigt. Hier sollten wir künftig einen Schwerpunkt legen.“ Der Finanzbedarf der Bahn ist hoch: Um Engpässe für den Personen- und Güterverkehr zu beheben, sind hohe Investitionen ins Schienennetz nötig. Im Gespräch sind sechs bis acht Milliarden Euro jährlich, mindestens zwei Milliarden Euro mehr als bisher. „Mindestens 20 Prozent der Mittel werden für die Regionalnetze gebraucht“, sagte Burkert.

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  • dpa
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