Insolvente Verlagsgruppe Bayern verspricht staatliche Hilfen für Weltbild-Mitarbeiter

Für Weltbild selbst hat die bayrische Regierung Staatshilfen ausgeschlossen, Mitarbeiter sollen aber bei Bedarf staatliche Unterstützung bekommen. Allein am Stammsitz sind beim insolventen Verlag 2200 Stellen bedroht.
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Der Augsburger Weltbild-Verlag hatte vor gut einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die katholische Kirche ihm überraschend den Geldhahn zugedreht hatte. Quelle: dpa

Der Augsburger Weltbild-Verlag hatte vor gut einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die katholische Kirche ihm überraschend den Geldhahn zugedreht hatte.

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Augsburg/KreuthDie bayerische Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) sichert den Mitarbeitern der insolventen Weltbild-Verlagsgruppe für den Bedarfsfall staatliche Unterstützung zu. Instrumente wie der Europäische Sozialfonds und der Arbeitsmarktfonds stünden bereit, falls es zu einer Transfergesellschaft komme. Die CSU-Politikerin forderte am Mittwoch in Wildbad Kreuth jedoch zunächst den Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf, dem katholischen Verlag eine Zukunft zu ermöglichen.

„Es ist Aufgabe des Insolvenzverwalters, ein tragfähiges Konzept zu erstellen, um die Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen und die Arbeitsplätze zu sichern. Ich hoffe sehr, dass das gelingt“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa. Müller und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) werden an diesem Donnerstag in Augsburg mit Geiwitz, Kirchenvertretern, Belegschaft und Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) über die Lage bei Weltbild sprechen. Aigner hatte Staatshilfe für das Unternehmen selbst ausgeschlossen.

Die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer sieht bei Weltbild die Bistümer in der Pflicht, den Arbeitnehmern zu helfen. „Ich gehe davon aus, dass es nun so etwas wie einen Sozialplan gibt, der die betroffenen Mitarbeiter unterstützt“, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Jeder Eigentümer hat diese Verantwortung. Aber die Kirche muss sich daran messen lassen, was sie in ihrer Soziallehre formuliert. Sie muss Vorbild sein.“

Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Allein am Stammsitz Augsburg sind die Jobs von 2200 Mitarbeitern bedroht.

  • dpa
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