Insolventer Küchenhersteller Alno will bald Produktion wieder aufnehmen

Nach Übernahme durch einen Investor wird der Küchenhersteller Alno in den nächsten Wochen wieder mit der Produktion beginnen. Unter dem Namen Neue Alno GmbH wolle man noch im ersten Quartal neue Küchen ausliefern.
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Dass das Kapitel Alno doch nicht endgültig vorbei sein würde, war Ende November noch nicht absehbar. Quelle: dpa
Küchenherstellers Alno

Dass das Kapitel Alno doch nicht endgültig vorbei sein würde, war Ende November noch nicht absehbar.

(Foto: dpa)

PfullendorfNachdem im Dezember überraschend doch noch ein Käufer für den insolventen Küchenhersteller Alno gefunden wurde, soll nun rasch der Betrieb wieder aufgenommen werden. „Wir arbeiten bereits an den Maßnahmen zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit und der Produktion. Die ersten neuen Alno-Küchen sollen noch im ersten Quartal ausgeliefert werden“, erklärte der Geschäftsführer der neuen Alno GmbH, Andreas Sandmann, am Dienstag. Der endgültige Vertragsabschluss, der noch unter einigen Vorbehalten steht, werde mit dem britischen Investor RiverRock wohl in den kommenden Tagen erfolgen.

Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller hatte im Juli Insolvenz angemeldet. Nachdem der Insolvenzverwalter Martin Hörmann im November den Verkauf der Alno zunächst für gescheitert erklärt hatte, wendete sich im Dezember das Blatt: RiverRock übernahm wesentliche Vermögensgegenstände wie Maschinen, Grundstücke und Markenrechte für rund 20 Millionen Euro. 410 der ehemals über 2000 Beschäftigten sollen nun wieder in der Produktion arbeiten.

RiverRock gehörte Medienberichten zufolge zu den Alno-Gläubigern und hatte dem überschuldeten Traditionsunternehmen im Sommer bereits einen Notkredit über sechs Millionen Euro gewährt. Sandmann betonte: „Mit RiverRock haben wir einen alleinigen Eigentümer gefunden, der uns einen schuldenfreien Start ermöglicht und die Neue Alno GmbH ohne Rücksicht auf weitere Shareholderinteressen gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln wird.“

Dass das Kapitel Alno doch nicht endgültig vorbei sein würde, war Ende November noch nicht absehbar. Damals hatte Insolvenzverwalter Martin Hörmann das Aus des Traditionsunternehmens verkündet, weil man sich über Monate hinweg mit keinem Investor hatte einigen können.

Seit dem Börsengang 1995 hat das vor 90 Jahren gegründete Unternehmen meist rote Zahlen geschrieben. 2016 vervielfachte sich der Verlust auf 67 Millionen Euro bei Erlösen von rund 493 Millionen Euro.

  • rtr
  • dpa
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