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Insolvenzverfahren eröffnet Eick macht bei Arcandor das Licht aus

Das Essener Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für bisher 21 Arcandor-Gesellschaften eröffnet. Betroffen sind die Holding Arcandor und die wichtigsten Töchter. Dieser Schritt hat auch Folgen für Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick und andere Vorstandsmitglieder.
Arcandor-Chef Eick verlässt das Unternehmen. Quelle: ap

Arcandor-Chef Eick verlässt das Unternehmen.

(Foto: ap)

HB ESSEN. Bereits eröffnet sind nun die Verfahren für die Holding Arcandor AG sowie die wichtigsten Töchter wie die Karstadt Warenhaus GmbH und die Versandhandelsunternehmen Primondo GmbH und Quelle GmbH. Das teilte das Essener Amtsgericht am Dienstag mit. Es sei mit der Entscheidung auch in weiteren Arcandor-Verfahren zu rechnen. Insgesamt wird am Dienstag mit der Eröffnung von rund 40 Insolvenzverfahren durch das Essener Gericht gerechnet. Einzelheiten des Beschlusses wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die formelle Eröffnung des Verfahrens war für heute erwartet worden.

Elf weitere Verfahren werden von anderen Gerichten bearbeitet. In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Fürth bereits die Insolvenzverfahren für drei Quelle-Tochterunternehmen eröffnet.

Vom Insolvenzverfahren unberührt sind die Reisetochter Thomas Cook und die Spezialversender der Primondo-Gruppe. Zum Insolvenzverwalter der wesentlichen Unternehmensteile sei Klaus Hubert Görg bestellt worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Görg war bereits vorläufiger Insolvenzverwalter der Arcandor-Gesellschaften.

Mit der Eröffnung der am 9. Juni beantragten Insolvenz fällt das Insolvenzgeld weg, das drei Monate lang von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurde. Die Gesellschaften müssen sich also selbst finanzieren. Auch rückt damit die Aufspaltung des Konzerns näher. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick war mit seinem Bemühen gescheitert, den Konzern als Ganzes zu erhalten. Görg will nun getrennt für die Warenhaussparte Karstadt und das Versandhandelsgeschäft Primondo rund um die Fürther Quelle Investoren finden. Auch vom Verkauf des Thomas-Cook-Anteils sollen die Gläubiger profitieren. Die Arcandor-Holding geht in die Liquidation.

Im Vordergrund steht aber zunächst die Finanzierung des Versandhändlers Quelle, bei dem es zudem einen massiven Stellenabbau geben wird. Bis zum 9. September muss eine Anschlussfinanzierung mit der Valovis-Bank stehen, die Kundenforderungen vorfinanziert. Für Karstadt führt Görg derzeit Gespräche mit allen Beteiligten, um Sanierungsbeiträge auszuloten, bevor es ein Bieterverfahren geben soll.

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