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Internationaler Tag des Gerstensaftes Mexiko, der überraschende Bier-Exportweltmeister

Nicht Deutschland, sondern Mexiko ist der größte Bierexporteur der Welt. Corona und Co. werden vor allem in den USA getrunken, die Brauereien rüsten weiter auf. Doch die Mexikaner selbst lieben auch deutsches Bier.
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Bier-Nation Deutschland hinkt hinterher

Mexiko-Stadt Deutschland gilt zwar vielfach als das Bier-Land schlechthin, der größte Exporteur des Gerstensafts ist allerdings Mexiko. 27,5 Millionen Hektoliter Bier exportierten die mexikanischen Brauereien im vergangenen Jahr nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Mexiko City – fast doppelt so viel wie die deutschen Braustätten. Der größte Teil des Exports ging in die USA. Insgesamt aber kann man ein mexikanisches Bier in mehr als 180 Ländern der Welt bestellen.

In Deutschland ist vor allem die Marke Corona bekannt – wohl nicht zuletzt wegen ihrer schicken Flaschen im Retro-Look. „Corona - das meist verkaufte mexikanische Bier der Welt“, lautet auch der stolze Werbeslogan der Brauerei mit der Krone.

Und es wird weiter kräftig investiert. Zuletzt kündigte der US-Konzern Constellation Brands den Ausbau einer Bier- und Verpackungsfabrik im nördlichen Bundesstaat Coahuila für mehr als zwei Milliarden US-Dollar (gut 1,8 Milliarden Euro) an. Dort werden die Marken Corona, Modelo, Pacífico und Victoria für den US-Markt gebraut. Nach dem Ausbau soll die Jahresproduktion auf 25 Millionen Hektoliter steigen. Das ist mehr als ein Viertel des jährlichen Bierabsatzes in Deutschland.

Insgesamt werden in Mexiko jährlich knapp 90 Millionen Hektoliter Bier gebraut, damit ist das Land der sechstgrößte Bierproduzent der Welt. Deutschland liegt beim Ausstoß vor Mexiko: Die deutschen Brauereien kamen 2014 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 95,6 Millionen Hektoliter. Allerdings waren fast 84 Prozent des Bierabsatzes für den Inlandsverbrauch bestimmt.

Der Biermarkt in Mexiko ist fest in der Hand von zwei Brauereien, die zuletzt von multinationalen Konzernen gekauft wurden. Anheuser-Busch Inbev übernahm 2013 den Marktführer Grupo Modelo für 13,2 Milliarden US-Dollar. Bereits 2010 hatte Heineken durch einen Aktientausch die Brauerei Cuauhtémoc Moctezuma (CCM) erworben.

Die mexikanischen Brauereien profitieren von den mehr als 40 Freihandelsverträgen Mexikos, die einen zollfreien Export in die ganze Welt ermöglichen. So stieg das Ausfuhrvolumen von Bier zwischen 1992 und 2014 von 190 Millionen US-Dollar auf 2,4 Milliarden Dollar.

„Die Öffnung der mexikanischen Wirtschaft war der Schlüssel für unseren Erfolg als Bier-Exporteur“, sagt Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo. „Und wir haben weiterhin große Erwartungen - 2015 wird unser Bierjahr.“

Auslands-Mexikaner wollen nicht auf ihre Biere verzichten
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