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Internet bei der Bahn Das neue Surfen im ICE hat weiter Grenzen

Kein Internet-Zugang und abgebrochene Telefonate sorgen bei Bahnfahrern häufig für Verdruss. Nun rüstet die Deutsche Bahn ihr Internet in den Zügen auf – für Video-Fans wird die Bandbreite aber bei weitem nicht reichen.
29.11.2016 - 18:44 Uhr Kommentieren
Kunden der Deutschen Bahn sollen in den Hochgeschwindigkeitszügen über WLAN im Internet surfen können. Quelle: dpa
ICE

Kunden der Deutschen Bahn sollen in den Hochgeschwindigkeitszügen über WLAN im Internet surfen können.

(Foto: dpa)

Berlin In den ICE-Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn soll ein stabiler Internet-Zugang ab 1. Januar überall Standard sein – auch in der 2. Klasse. Das Unternehmen erläuterte am Dienstag in Berlin die Details der technischen Aufrüstung. Das Surfvergnügen wird nicht grenzenlos sein.

Was macht die Bahn anders als bisher?

Sie stattet die drahtlosen Funknetze (WLAN) ihrer rund 250 ICE derzeit mit einer modernen Technik der schwedischen Firma Icomera aus. Dabei werden alle Mobilfunknetze an einer Bahnstrecke genutzt. Das Steuerungssystem greift auf die jeweils schnellsten Netze (LTE, UMTS) zu und kann die Kapazitäten mehrerer Netzbetreiber bündeln. Bislang wurde nur das Telekom-Netz angezapft.

Worin bestehen die Probleme bei der Datenverbindung aus einem Zug?

Der schnelle Wechsel der Funknetze bei bis zu Tempo 300 mit bis zu 800 Fahrgästen pro ICE, die gleichzeitig ins Internet wollen, ist eine schwierige Aufgabe. Das neue System verteilt die vorhandene Bandbreite möglichst gerecht auf alle Passagiere, wobei Fahrgäste der 1. Klasse einen kleinen Tempo-Vorteil beim Surfen haben und keine Drosselung befürchten müssen.

Das sind die größten Baustellen der Bahn
Fernverkehr
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Erst vor wenigen Tagen hat die Bahn den neuen ICE 4 vorgestellt – und sich im Fernverkehr Einiges vorgenommen. Um 25 Prozent soll das Angebot bis 2030 ausgebaut, fünfzig Millionen neue Fahrgäste gewonnen werden. Tatsächlich schafft es die Bahn mit ihrer Preisoffensive, etwa mit den 19-Euro-Tickets, mehr Fahrgäste in die Züge zu locken. Aber die Rendite leidet.

(Foto: dpa)
Güterverkehr
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Der Güterverkehr der Bahn ist ein Sanierungsfall. Zwar verbesserte sich das Ergebnis von DB Cargo im ersten Halbjahr 2016, aber die Sparte ist defizitär– und das schon seit Jahren. Zwischen 2007 und 2015 stagnierte die Verkehrsleistung, und das in einer boomenden Wirtschaft. Private Anbieter, auch auf der Straße, machen der Bahn zunehmend Konkurrenz.

(Foto: dpa)
Pünktlichkeit
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174,63 Millionen Minuten haben die Personen- und Güterzüge der Bahn 2015 an Verspätungen eingefahren. Hauptursache ist die wachsende Zahl von Baustellen. Zwar schneidet die Bahn im ersten Halbjahr 2016 besser ab. Aber: Das Bemühen um pünktliche Züge ist laut Bahnchef Grube „mit großen Kraftanstrengungen verbunden“.

(Foto: picture-alliance/ dpa)
Infrastruktur
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Die Bahn investiert viel Geld in die Infrastruktur: Gut 5,2 Milliarden Euro flossen 2015 etwa in die Instandhaltung von Schienenwegen und Brücken. Doch es hapert bei der Koordinierung der vielen Baustellen. Und so verursacht die von Konzernchef Grube gefeierte „größte Modernisierungsoffensive in der Bahn-Geschichte“ vor allem eines: Verspätungen.

(Foto: dpa)
Privatisierung
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Die Bahn braucht Geld, um den Schuldenanstieg zu bremsen. Geplant war deshalb ein Verkauf von maximal 40 Prozent der britischen Tochter Arriva und des Transport- und Logistikkonzerns DB Schenker. Arriva sollte im zweiten Quartal 2017 an der Londoner Börse starten, Schenker danach in Frankfurt. Doch die Pläne sind jetzt vom Tisch.

(Foto: picture alliance/dpa)
Stuttgart 21
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Bahnchef Grube feierte kürzlich die Grundsteinlegung für den Stuttgarter Tiefbahnhof, aber das Großprojekt bleibt umstritten. Beim Volksentscheid 2011 war noch von 4,5 Milliarden Euro Kosten die Rede. Der Bundesrechnungshof hält nun offenbar zehn Milliarden Euro für möglich, Grube selbst spricht von 6,5 Milliarden Euro.

(Foto: AFP)

Wie schnell und wie viel kann man das Internet nutzen?

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    In der 2. Klasse liegt die Datenrate laut Bahn bei knapp unter einem Megabit pro Sekunde, in der 1. Klasse bei mehr als einem Megabit pro Sekunde. Für Fahrgäste der 2. Klasse gilt ein Datenlimit von 200 Megabyte (MB) pro Tag und Gerät – auch dann, wenn man mehrere Züge benutzt.

    Was ist damit möglich?

    Mit dieser Datenmenge lassen sich bei einer mehrstündigen Fahrt problemlos E-Mails auch mit Anhängen senden und empfangen, man kann chatten und Seiten im Internet aufrufen. Wer sich allerdings Videos ansieht, hat das Limit schon nach einigen Minuten erreicht. Sobald die Grenze von 200 MB erreicht ist, wird die Verbindung langsamer, das Tempo soll aber nach Auskunft der Bahnexperten noch deutlich über 128 Kilobit pro Sekunde liegen.

    Kann man mehr Volumen nachkaufen?

    Erst einmal nicht. Die Bahn will schauen, wie es in der Praxis läuft. Wenn es technisch möglich erscheint, will sie später eine Speed-on-Option anbieten, also mehr schnelles Internet für einen Extra-Preis.

    Bis Ende 2016 wird die ICE-Flotte umgerüstet
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