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Internet-Modehändler Zalando präsentiert gute Zahlen – und will noch stärker mit dem stationären Handel kooperieren

Während viele Händler ihre Geschäfte wegen Corona schließen mussten, konnte Zalando zulegen. Die Aktie steigt am Dienstag auf ein Rekordhoch.
11.08.2020 Update: 11.08.2020 - 14:22 Uhr Kommentieren
Der Onlinehändler will stärker mit anderen Marken zusammenarbeiten. Quelle: Reuters
Zalando

Der Onlinehändler will stärker mit anderen Marken zusammenarbeiten.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Online-Modehändler Zalando etabliert sich immer stärker als Plattform und Partner für den Handel. Dass die Zahl der Kunden in Zeiten der Pandemie steigen würden, war schon lange klar. Im ersten Halbjahr 2020 stieg die Zahl der aktiven Kunden in Europa auf 34 Millionen, das ist gut als ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab.

Das Bruttowarenvolumen stieg in dem Zeitraum um rund ein Viertel im ersten Halbjahr auf 4,72 Milliarden Euro, der Umsatz um 19,6 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Der Gewinn – als bereinigtes Ebit angegeben – legte von 108 auf 113,3 Millionen zu.

Das zweite Quartal war bei Zalando besonders erfolgreich, der Umsatz stieg dort um mehr als 27 Prozent, das Bruttowarenvolumen um ein Drittel, und der Gewinn verdoppelte sich sogar. Doch nicht nur die Zahl der Kunden, auch die Zahl der Händler auf der Zalando-Plattform steigt. Bereits seit rund zwei Jahren hat Zalando die Partner- und Connected-Retail-Programme ausgeweitet. Damit können auch stationäre Händler Zalando als Plattform nutzen.

Finanzvorstand David Schröder sagte in einer Telefonkonferenz, man sei besser aus der Krise gekommen, als man hereingegangen sei. Im ersten Quartal hatte Zalando noch vorsichtiger agiert, weil auch bei dem Internet-Modehändler zunächst die Bestellungen zurückgegangen seien. Das Management hatte auf Gehalt verzichtet und Kosten gespart, nun aber werde bereits wieder eingestellt, sagte Schröder.

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    Durch die Schließungen des Modeeinzelhandels während des Lockdowns haben offenbar viele Händler und Marken ihre Vorbehalte gegenüber Zalando aufgegeben und ihre Waren über die Plattform verkauft. Im zweiten Quartal kamen so 180 neue Partner hinzu, das Bruttowarenvolumen stieg in diesem Bereich um 100 Prozent.

    Für viele Modehändler und Markenhersteller ist Zalando vom Konkurrenten zum Partner geworden, weil sie ihre Waren so an ihre Kunden ausliefern konnten. Das Berliner Unternehmen baut damit seine Stellung als Plattform und auch Dienstleister und Abwickler für die Branche aus. Der Bereich gehöre zu den wichtigsten Säulen, hieß es in einer Mitteilung.

    Zalando-Aktie legt zu

    Volker Bosse, Co-Chef der Aktienanalyse bei der Baader Bank, beobachtet Zalando bereits seit dem Börsengang 2014. Er hat die Aktie nach wie vor auf „Kaufen“ gesetzt und sieht das Kursziel bei 85 Euro. Neben den allgemein positiven Zahlen sei es vor allem gut, dass das Unternehmen die Rücksendequoten verringert und auch die Einkaufssummen verbessern konnte.

    Besonderes Augenmerk richtet Bosse aber auf das Partnerprogramm. Dort kamen im zweiten Quartal 180 Marken hinzu, die selbst direkt über Zalando verkaufen und eine Kommission zahlen. „Da hat Zalando überhaupt kein Risiko.“ Wer von den Marken den Qualitätsanforderungen des Programms nicht entspricht, dem hilft Zalando dabei, und lässt sich auch das bezahlen.

    Auch beim Connected-Retail-Programm, bei dem inzwischen rund 1800 stationäre Händler in insgesamt fünf Ländern ihre Waren über die Plattform verkaufen, stieg der Anteil der Händler in Zeiten der Pandemie weiter. „So wird Zalando vom Feind zum Steigbügelhalter des stationären Handels“, sagt Bosse. Das setze allerdings eine gewisse Digitalisierung der Partner voraus, ergänzt der Analyst.

    Die Aktie von Zalando, die im MDax gelistet ist, stieg am Dienstag auf ein Rekordhoch von 69,34 Euro. Zwei Drittel der Analysten empfehlen die Zalando-Aktie zum Kauf, etwas weniger als ein Drittel zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liege bei 69,25 Euro. Viele Analysten sehen die Aktie aber noch deutlich höher bei rund 80 Euro.

    Zu den Rassismusvorwürfen, die ein ehemaliger Mitarbeiter gegen das Unternehmen erhoben hatte und über die das Portal „Business Insider“ zuerst berichtet hatte, sagte Finanzchef Schröder, die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

    Mehr: Corona schweißt Intersport-Genossen zusammen

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