Interview Lufthansa-Chef erwartet weitere Fusionen

Der Druck ist groß: Lufthansa-Chef Christoph Franz erwartet weitere Zusammenschlüsse in der Flugbranche. Allerdings stehe dem in Europa die Kartellaufsicht im Wege.
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„Wir müssen alles tun, um eine starke Lufthansa zu schaffen“: Konzernchef Christoph Franz. Quelle: Reuters

„Wir müssen alles tun, um eine starke Lufthansa zu schaffen“: Konzernchef Christoph Franz.

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FrankfurtDie Lufthansa soll nach der aktuellen Schrumpfkur wieder auf Wachstumskurs gehen. „Langfristig werden wir weiter wachsen. Denn auch die Nachfrage nach Flugreisen wächst weltweit“, sagte Konzernchef Christoph Franz dem Handelsblatt (Montagausgabe). Die Lufthansa streicht seit einiger Zeit Strecken, kürzt die Kapazitäten und hat die Flottengröße bis 2015 eingefroren.

Nach Ansicht von Franz wird es in 15 Jahren nur noch wenige große europäische Anbieter geben. Die Lufthansa werde und wolle dabei sein: „Wir müssen alles tun, um eine starke Lufthansa zu schaffen. Wir wollen der attraktivste Partner auch für nicht europäische Airlines sein.“

Eine Fusion mit Air France-KLM oder der IAG (British Airways und Iberia) kann sich der Lufthansa-Chef derzeit aber nicht vorstellen. Einen solchen Schritt würde die Aufsicht kaum zulassen, anders als in den USA. Dort würden mittlerweile vier Airlines 85 Prozent des 300 Millionen Passagiere umfassenden Marktes beherrschen. In Europa kämen auf ähnlich viele Fluggäste 50 Gesellschaften. „Die nationalen Regierungen müssen sich entscheiden: Vielfalt in Armut oder Stärke durch Bündelung der Kräfte“, sagte Franz.

Mehr Spielraum für Zusammenschlüsse sieht der Lufthansa-Chef innerhalb des Luftfahrt-Bündnisses „Star Alliance“. Aus den 28 Mitgliedern eine einzige Airline zu formen, werde zwar noch lange dauern. „Aber so etwas könnte der Endpunkt einer globalen Konsolidierung sein.“

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5 Kommentare zu "Interview: Lufthansa-Chef erwartet weitere Fusionen"

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  • @Hellas: Wenn man keine Ahnung hat, dann sollte man nicht so große Töne spucken. Speziell in den Bodenbereichen der Hansa gab es in der letzten Dekade fast alle 2 Jahre eine Nullrunde und daher Reallohnverluste im (niedrigen) zweistelligen Prozentbereich. Und die Streiks kamen auch nicht alle von LH. Ich erinnere nur an das Sicherheitspersonal in HAM, DUS etc.

  • Lufthansa scheint ja schon "so arm dran" zu sein, daß sie es nötig haben, am Frankfurter Flughafen, der ein Innenstadtflughafen ist, noch flacher zu starten. Das hat zur Folge: noch mehr Lärm für die sowieso schon geplagten Anwohner. Geht man so mit Nachbarn um? Scheißegal, wieviel Lärm ich mache, Hauptsache ein paar schlappe Euro gespart? Lufthansa ist gerade dabei, seinen Ruf im Rhein-Main-Gebiet endgültig zu zerstören. Für mich ist klar, daß ich, falls ich mal wieder fliegen sollte, keinesfalls mit Lufthansa oder Condor fliegen werde.

  • Ich finde auch überarbeitete und unterbezahlte Techniker viel besser. In dem Flieger wo ich mit fliegen möchte darf auch kein erfahrener ausgeschlafener Flugzeugführer sitzen, wäre ja sonst zu l.langweilig

  • Hellas,

    das Personal, insbesondere das Bodenpersonal, ist nicht überbezahlt, sondern eher unterbezahlt. Das Hauptproblem ist, dass das Fliegen zu günstig ist. Daran wird und muß sich etwas ändern.

  • Der Lufthansa wird langfristig gar nichts anderes übrig bleiben, als mit anderen Gesellschaften zu fusionieren. Die in Folge der regelmäßigen Streiks hoffnungslos überbezahlten Stewardessen, Piloten und Angehörige des Bodenpersonals verhindern ein Bestehen im Wettbewerb. Z.B. bei Geschäftsreisen achte ich darauf, möglichst mit anderen Gesellschaften zu fliegen - nicht nur wegen der ständigen Streik-Gefahr, sondern auch um grundsätzlich Streik-affine Unternehmen nicht zu unterstützen.

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