Interview mit Boston-Consulting-Chef Bürkner „Wir wollen die Nummer eins sein“

Er will den Marktführer McKinsey vom Thron stoßen: Im Interview mit dem Handelsblatt berichtet Hans-Paul Bürkner, der weltweite Chef der Boston Consulting Group, warum er den möglichen neuen Konkurrenten Roland Berger-Deloitte nicht fürchtet und das er selber weitere Akquisitionen plant.
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Boston-Consulting-Chef Hans-Paul Bürkner: Größe allein bestimmt unser Geschäft nicht. Quelle: Judith Wagner für Handelsblatt

Boston-Consulting-Chef Hans-Paul Bürkner: Größe allein bestimmt unser Geschäft nicht.

Handelsblatt: Herr Bürkner, Ihr Konkurrent Roland Berger will mit der Beratungssparte von Deloitte zusammengehen. Wie schätzen Sie den Deal ein? Ist es eine Fusion, wie Berger intoniert, oder schluckt Deloitte Berger?

Hans-Paul Bürkner: Aus den bislang zugänglichen Informationen kann man nur schließen, dass es sich um eine Übernahme von Berger durch Deloitte handelt.

Es entstünde die neue Nummer zwei weltweit. Bisher sind Sie das mit der Boston Consulting Group. Ärgert Sie das?

Nein, denn Größe allein bestimmt unser Geschäft nicht. Zudem lag unser Umsatz schon im Jahr 2009 bei 2,75 Milliarden Dollar, also in etwa dort, wo sich das neue Unternehmen sieht. Wir werden auch in Zukunft Marktanteile gewinnen.

Entsteht qualitativ ein starker, neuer Konkurrent?

Regional ergänzen sich die beiden Unternehmen sicherlich und werden damit zu einem globalen Wettbewerber. Funktional allerdings kommt nur Gleiches zu Gleichem, da nur die Strategie-, Operations- und Restrukturierungspraxis von Deloitte Consulting in das neue Unternehmen eingebracht werden. Ich bin von daher gelassen.

Denkt auch BCG an Zukäufe?

Wir haben in den 90er-Jahren kleinere Beratungsfirmen in Australien, Holland und Kanada übernommen. Auch in Zukunft sind wir offen für Akquisitionen. Die Federführung wird jedoch immer bei uns liegen.

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3 Kommentare zu "Interview mit Boston-Consulting-Chef Bürkner: „Wir wollen die Nummer eins sein“"

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  • Roland berger ist doch der. den Schröder ohne Auschreibungen immer Aufgaben zugeschanzt hat. Auf Fragen nach Wettbewerb wurde Schröder richtig wütend und ausfallend. Schliesslich gehörte berger fast zur Familie wie Maschmeyer und andere zwielichtige Gestalten. Andere wären schon längst wegen bevorteilung vor dem Kadi.Aber nur in der zweiten Marktwirtschaft.

  • Auf Seite 2, die zweite Frage: "Das klingt recht ambitioniert. Was ihr Ziel?"

    - würde behaupten die Frage heißt: ...was ist ihr Ziel?

  • im Header: "dass" bitte mit ss! Soviel Rechtschreibeveranlagung sollte man ihnen schon abverlangen...

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